Eine neue Erfahrung

Kaiserslautern/Ludwigshafen Die Tai Chi Akademie war bei den Filmfestspielen in Ludwigshafen im CORSO-Filmtheater am 05. und 06. Dezember 2009 mit dabei.

Sigune von Osten, eine deutsche Sängerin und Musikprofessorin, ist letztes Jahr auf die Tai Chi Akademie e.V., Kaiserslautern aufmerksam geworden.

Sigune von Osten leitet  außergewöhnliche Kultur-Projekte auf dem Trombacher Hof mit dem ART POINTensemble. Sie arbeitet seit etlichen Jahren mit außereuropäischen  Musikern und ihren traditionellen Instrumenten. Sigune von Osten komponiert, inszeniert und entwickelt eigene Projekte mit Musik, Literatur, Bildender Kunst, Licht, Raum, Bewegung und Stimme (u.a. John Cage MusiCircus und Novemberland mit Günter Grass).

Sigune von Osten hat mit unserem Vorstand und Tai Chi Chuan-Lehrer Adelino Rondalli Kontakt aufgenommen und uns gebeten, bei ihrem Musik-Sprach-Licht-Klang-Projekt „Impression der Stille“ mitzuwirken.

„Lasst uns eine neue Erfahrung machen“, sagte Adelino Rondalli.
„Tai Chi Chuan und Qi Gong im Theater?“. „Unter Regie?“. „Das kann ja eine spannende Erfahrung werden!“, dachten wir. In der Tat, wir hatten Erfahrungen gemacht. Eine Woche Proben in Ludwigshafen. Proben über Proben. Klappe die Erste, Klappe die Zweite…. Endlich, einen Tag vor der Uraufführung ist die Generalprobe. Klebestreifen markieren unsere Positionen. Unsere Meditationskissen kleben am Boden fest. Lichtzeichen, Zählen im Minutentakt, eingespielte Interviews, Flüstern der Regie … sollen unsere Einsätze festlegen. Ein einziges Mal, für einen Moment, hat sogar die Bühne leise gebebt.

Endlich, die Uraufführung, alles anders!
Auf der Bühne ist alles anders. Wir sind keine Theaterspieler. Wir sind die „Künstler der Stille“. Wir haben uns in die „Impression der Stille“ mit Sigune von Osten harmonisch eingefühlt.
Wir haben viel gelacht und keiner der Mitwirkenden möchte diese neue Erfahrung missen.

Die Zuschauer waren von diesem außergewöhnlichen Theaterstück „Impression der Stille“ sehr beeindruckt und begeistert. „Diese klingende Stille, die dich fast weggleiten lässt“, flüstert ein Mann zu seiner Frau. „Und plötzlich der Lärm, der so schmerzt“, erwidert die Frau.
„EINE NEUE ERFAHRUNG“. Eine Erfahrung über das Phänomen der Stille nachzudenken.

Die Rheinpfalz…
„Stiller als still genossen die Besucher des Corso-Filmtheaters von Ostens eindrucksvolle Studie über menschliche Reaktionen auf feine Töne und Geräusche…
Am faszinierendsten war die finale Impression der Kaiserslauterner Tai Chi Akademie, Schneeflocken auf der Leinwand, Sigune von Osten an der Guzheng und dem Musiker Wu Wei an einer chinesischen Mundorgel und einer Bambus-Traversflöte.

Das Phänomen Stille
„Impression der Stille“ lässt den Zuschauer Stille erfahren, eine klingende Stille, eine Stille, die die Ohren öffnet, die vielleicht auch anregt zum Nachdenken über … Stille. Der Besucher betritt das Corso aus dem geschäftigen Lärm der Stadt. Im Eingang umfangen einen geflüsterte Worte – Gedanken über Stille – die wie aus den Wänden zu kommen scheinen. Pantomimen, die Künstler der Stille, weisen den Weg durchs Foyer bis in den Theaterraum. Hier sieht, hört, erlebt man eine optisch-akustische Sinfonie über die Stille. Gedichte, Texte und Gesang (Sigune von Osten), exotische chinesische Instrumente, Sheng, Erhu, Xun (Wu Wei), Schlagwerk und Butoh-Tanz (Miho Iwata), chorische Stimmen, Toneinspielungen und Lichtprojektionen. Den Kontrapunkt setzten lärmige Bilder.
Am Ende des Theaterstücks bleibt vielleicht die Frage:

„Was bedeutet mir die Stille, was gibt mir die Stille?clear


Doris Kupper, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Tai Chi Akademie