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	<title>Buddha Archives - Tai Chi Akademie Kaiserslautern</title>
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		<title>Die Lehre vom Buddha</title>
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		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2015 12:00:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herzlich Willkommen zum neusten Eintrag im Blog, der Tai Chi Akademie Kaiserslautern. Es ist uns eine große Freude, dir einen Text anbieten zu können, der uns von Shi Yan Cheng, dem buddhistischen Lehrer und Mentor unseres Trainers Jörg Roth, zur Verfügung gestellt wurde. Shi Yan Cheng praktiziert seit 1969 lernend und lehrend Chan, Daoyin Shu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlich Willkommen zum neusten Eintrag im Blog, der Tai Chi Akademie Kaiserslautern.<br />
Es ist uns eine große Freude, dir einen Text anbieten zu können, der uns von Shi Yan Cheng, dem buddhistischen Lehrer und Mentor unseres Trainers Jörg Roth, zur Verfügung gestellt wurde.<span id="more-3076"></span><br />
Shi Yan Cheng praktiziert seit 1969 lernend und lehrend Chan, Daoyin Shu und Gongfu. Als Chan-Mönch der 34. Shaolin Generation leitet er die Eremitage im Bambushain, das erste und einzige Zentrum für Shaolin Caodong Chan. Shi Yan Cheng ist der erste Europäer der offiziell im Auftrag vom Muttertempel, eigene Schüler als Mitglieder der 35. Generation von Shaolin benennen darf.<br />
Und nun möchten wir das Wort an ihn selbst übergeben. Viel Freude mit dem Buddhadharma</p>
<h3>Zusammenfassung der Lehre vom Buddha</h3>
<p><a href="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02.jpg"><img decoding="async" class="alignright wp-image-3079" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02.jpg" alt="2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02" width="199" height="200" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02.jpg 497w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02-150x150.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02-298x300.jpg 298w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 199px) 100vw, 199px" /></a>Die Lehre vom Buddha, auch Buddhadharma genannt, ist die Lehre vom So-Sein und weder Religion noch Philosophie, sondern eine Wirklichkeitslehre. Als Religion fehlen ihr drei Grundbegriffe als letzte erklärende Werte: der Gottes-, Glaubens- und Seelenbegriff. Sie ist keine Philosophie, denn sie leitet zur Aufhebung, zur Überwindung des diskursiven Denkprozesses an.<br />
Der Buddhadharma ist wissenschaftliche Erforschung der Gesetzmäßigkeit menschlicher Natur auf ethischer Grundlage durch die Mittel der Sinnen-Disziplin, des Klar-Bewusstseins und der besonderen Arbeitsmethode der Kontemplation.</p>
<h3>Die Grundlagen der Lehre</h3>
<p>Die Lehre vom Buddha beruht auf einer tiefgreifenden Analyse der Welt und ihrer Gesetzmäßigkeit und zeigt einen sich daraus ergebenden Weg zur Aufhebung des Leidens im Leben des Einzelnen durch rechte Erkenntnis und rechtes Handeln. Der Buddha sagt:<br />
Eines nur zeige ich immer wieder: Das Leiden, die Entstehung des Leidens, die Aufhebung, des Leidens und den zur Aufhebung des Leidens führenden Weg.<br />
Das sind die Vier Edlen Wahrheiten im Buddha-Dharma. Als Ursache des Leidens nennt er das Nicht-Wissen, aus dem Gier, Hass und wahnvolles (nicht wirklichkeitsgemäßes) Denken entstehen. Sie bewirken ein Haften an falschen Vorstellungen, das immer zu Leiden führen muss. Unter diesem Gesichtspunkt müssen alle Schriften verstanden werden. Leiden ist hierbei nicht eng zu sehen. Auch Freude ist ein Leiden im Sinne von positiv empfundenem Erleiden von Sinneseindrücken.<br />
Der Kern der Lehre vom Buddha enthält keine metaphysischen Spekulationen, Glaubenshaltungen oder Gottesvorstellungen. Sie werden respektiert und geduldet, solange sie dem Menschen noch eine Hilfe sind. Um spekulative Missdeutungen seiner Lehre zu vermeiden, gab der Buddha den Kalamas folgende Weisung:<br />
Richtet euch nicht nach Hörensagen, nicht nach landläufigen Meinungen und Autorität von (heiligen) Schriften, nicht nach Spekulationen und Schlussfolgerungen, nicht nach sinnfälligen Theorien und liebgewordenen Ideen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge und nicht nach der Autorität des Meisters! Wenn ihr vielmehr selber erkennt: „Diese Dinge sind unheilsam, verwerflich, werden von Verständigen getadelt, führen, wenn verwirklicht, zu Unheil und Leiden“ – dann sollt ihr sie ablehnen &#8230; und wenn ihr selber erkennt: „Diese Dinge sind heilsam, annehmbar &#8230;“ dann solltet ihr sie euch zu eigen machen.</p>
<h3>Die grundlegenden Erkenntnisse</h3>
<p>Alles Geschehen und alle Erscheinungen sind das Ergebnis eines ständigen dynamischen Prozesses und deshalb ausnahmslos vergänglich, unbeständig. Ein Anfang und ein Ende dieser Dynamik der Welt sind nicht zu erkennen.<br />
In diesem Geschehen ist kein statisches Ich, keine Seele erkennbar (Anattâ-Lehre).<br />
Alles Geschehen folgt ausnahmslos dem Gesetz von Ursache und Wirkung (paticcasamuppada).<br />
Alles Leben strebt nach Wohlerleben, und auch Menschen sind Wesen, die nach Wohl streben und Wehe meiden. Unter Wohl ist zunächst allgemein das Bewusstwerden angenehmer Empfindungen zu verstehen, die in der Regel aus der Harmonie zwischen dem einzelnen Menschen und der im Augenblick wirksamen Umwelt entstehen.<br />
Das Gesetz von Ursache und Wirkung bestimmt auch den Lebensweg des Menschen. Es ist deshalb entscheidend und wichtig, die inneren und äußeren Bedingungen zu erkennen, zu beachten und danach zu handeln. Das Schicksal des Menschen hängt somit von seinen eigenen richtigen Vorstellungen und dem entsprechenden Handeln ab. Daraus ergibt sich, dass es kein Fremdverschulden und kein stellvertretendes Leiden geben kann.<br />
Im Bewusstwerden entsteht die Welt ausschließlich über den Sinnesorganprozess von Berührung, Wahrnehmung, Empfindung, Bewusstwerden. Hierbei wird auch das Gehirn als Sinnesorgan aufgefasst, das die anderen Sinneseindrücke zu Vorstellungen, Begriffen und Worten ordnet. Diesen Prozess nennt man Geist. Es heißt deshalb im Dhammapada:<br />
Vom Geiste geh&#8217;n die Dinge aus, sind geistgeboren, geistgeführt.<br />
Es gibt drei Umwege zur Erkenntnis: Die Schrift, die Sprache und das Denken. Der direkte Weg ist spontanes Sehen des So-Seins (tathata), das den gesamten Menschen erfasst.</p>
<h3>Die auf den Erkenntnissen beruhenden Weisungen</h3>
<p>Wenn gesagt wird: »Es lebe der Mensch zu seinem Wohl, zu anderer Wohl, zu beider Wohl«, so ist hier ein Wohlstreben gemeint, das keine negativen Folgen haben kann, weil sonst auch das angestrebte beständige Wohl nicht erreichbar ist. Die Befolgung dieser Weisung setzt eine klare Erkenntnis der jeweiligen Situation und die Beherrschung – möglichst die Aufhebung – von Gier, Hass und wahnvollem Denken im handelnden Menschen voraus.<br />
Die hierfür zu übende und einzunehmende menschliche Grundhaltung wird in den Brahma Vihara als Einheit von Güte, Verstehen, Freude, Gleichmut beschrieben.<br />
Das letzte Ziel des Weges ist, in der Welt zu leben, ohne von ihr leidvoll berührt zu werden (Nirvana).<br />
Der beste Weg dorthin – oft wird gesagt der einzige – ist der Weg der Achtsamkeit (satipatthana). Er besteht aus rechter Erkenntnis, rechter Gesinnung, rechter Rede, rechtem Tun, rechtem Lebensunterhalt, rechter Anstrengung, rechter Achtsamkeit, rechter Sammlung. Dieser Weg ist auch als der Achtfache Pfad bekannt.<br />
Die geübte Schulungsmethode ist die Methode des reinen Beobachtens, des intuitiven wortlosen Erkennens, der Meditation.<br />
Rechtes wortloses Erkennen ist zunächst wertfreies Erkennen des So-Seins (tathata) der jeweiligen Situation, des aktuellen Tatbestandes. Erst dann können die Möglichkeiten für richtiges Handeln betrachtet werden. Die Meditation soll zu Klarbewusstwerden führen. Da sie aber beim Anfänger leicht außer Kontrolle geraten und zu Halluzinationen führen kann, soll sie möglichst nicht ohne einen erfahrenen Lehrer intensiv geübt werden.<br />
Im täglichen Leben soll man die permanente Meditation pflegen, »die Achtsamkeit vor sich hertragen«. Das bedeutet z. B., dass man sich übt, nie »in Gedanken« woanders zu sein, sondern die Aufmerksamkeit stets voll bei seinem augenblicklichen Tun, bei seiner augenblicklichen Situation zu halten.<br />
Das Ergebnis ist eine wirklichkeitsgemäße spontane Erkenntnis der jeweils aktuellen Situation (Vipassana, Klarblick) und dadurch richtiges leidfreies Handeln bis zum endgültigen Erlöschen des Bewusst-Werde-Prozesses, den wir als Tod (paranirvana) bezeichnen.<br />
Aus der Eremitage im Bambushain wünsche ich meinem Schüler Heng Qian (Jörg Roth), der Tai Chi Akademie Kaiserslautern und allen Lesern, Frieden und Gutheit.<br />
Von Herz zu Herz,<br />
Shi Yan Cheng</p>
<p><a href="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-3080" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03.jpg" alt="2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03" width="193" height="200" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03.jpg 482w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03-144x150.jpg 144w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03-289x300.jpg 289w" sizes="(max-width: 193px) 100vw, 193px" /></a></p>
<p>Mit diesem Gruß möchten wir den heutigen Blog Abschliessen.<br />
Wir bedanken uns recht herzlich bei Shi Yan Cheng für diesen lehrreichen und anregenden Text und möchten nun von dir wissen, was die Zeilen bei dir ausgelöst haben. Schreib uns einfach, welche Fragen zu diesem Thema dich schon lange umtreiben oder gerade in dir aufgestiegen sind. Jörg Roth wird diese dann an seinen Mentor weiterleiten und gemeinsam mit Ihm beantworten.<br />
Wie immer freuen wir uns über Mails, Kommentare und das Teilen dieses Beitrags.</p>
<p>Bis zum nächsten mal</p>
<p>Dein Team der<br />
Tai Chi Akademie Kaiserslautern</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Feuer das von Herzen kommt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2014 11:00:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tagebuch vom Sonntag den 30.03.2014, Joshua Bold Sonntag, der letzte Tag unseres doch viel zu kurzen Aufenthalts im Shaolin Tempel in Berlin, begann wie jeder andere doch einfach viel zu früh. Aber ohne Frühstück liegen die Unterweisungen des Meisters Shi Yancheng doch etwas schwer im Magen. Also heißt es raus aus den Federn und unter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tagebuch vom Sonntag den 30.03.2014, Joshua Bold</p>
<p>Sonntag, der letzte Tag unseres doch viel zu kurzen Aufenthalts im Shaolin Tempel in Berlin, begann wie jeder andere doch einfach viel zu früh. Aber ohne Frühstück liegen die Unterweisungen des Meisters Shi Yancheng doch etwas schwer im Magen. Also heißt es raus aus den Federn und unter die Dusche, damit auch die letzte Müdigkeit abgeschüttelt wird. Immerhin muss jeder noch sein Zeug packen und in das Auto laden, bevor wir uns auf den Weg zum Tempel machen können. Anschließend treffen wir uns alle unten für das bereits angesprochene Frühstück. Als alle gesättigt sind und bereit für eine weitere Unterweisung im Buddhismus brechen wir auf zum Tempel.<span id="more-2617"></span></p>
<p>Dort angekommen machen wir uns daran ein paar Bilder zu schießen. Als wir den Tempel betreten werden wir wieder vom ehrwürdigen Abt Shi Yong Chuan begrüßt, der wie immer seinen Tee trinkend jeden einzelnen Besucher freundlich willkommen heißt. Nachdem er uns begrüßt hat und ein paar Worte mit Katrin auf chinesisch gewechselt hat, ziehen wir uns schnell um, um für die folgende Zeremonie bereit zu sein. Ich freue mich schon darauf was ich heute neues über mich und die buddhistische Lehre erfahren werde. Für mich ist es eine ganz neue Erfahrung sich mit dem Buddhismus auf der Ebene einer Religion oder Philosophie zu beschäftigen. Ich finde es beeindruckend, wie das Feuer von einem begeisterten Menschen zum nächsten überspringen kann und Meisters Shi Yancheng das Thema verständlich zu erklären vermag, es fast schon alltäglich erscheinen lässt, ohne ihm jedoch die Mystik zu nehmen. Als die Zeit für den Workshop gekommen ist, betreten wir wieder, wie am Tag zuvor, mit festem Zeremoniell die Dharmahalle. Dabei wirkt es weit weniger befremdlich sich vor seinem Kissen, oder Dharmasitz, zu verbeugen,als am Tag zuvor, denn mittlerweile ist klar, dass dieser Platz einem jedem von uns die Möglichkeit gibt etwas neues zu erfahren. Für den Einen ist es ein interessanter Diskurs über Religion,wohingegen andere es als eine Beobachtung über sich selbst oder die menschliche Situation sehen.<br />
Trotz dieser doch sehr philosophischen Fragen, oder gerade deswegen, kann es meiner Meinung nach nicht schnell genug los gehen. Trotzdem stehen wir alle ruhig vor unseren Kissen und warten darauf, dass alle ihren Platz gefunden haben und der Meister den Raum als letzter betreten hat.<br />
Als wir Platz genommen haben, lauschen wir einer derben und offenherzigen Fortsetzung des vorangegangen Tages. Wir erfahren von Li und Xing, die zwei Wege zur Wahrheit, den dazugehörigen Maximen und Anderem, alles gewürzt mit Anekdoten aus dem Leben, manch derbem Witz und weisen Ratschlägen. Zum Abschluss dieser Unterweisung meditieren wir noch einmal über alles, was wir Neues an Wissen und Erkenntnissen haben. Jeder von uns betrachtet seine eigene Wand, die einem jedem von uns vertrauter geworden ist. Als wir auf diese Weise den Lehrgang beenden, fühle ich mich entspannter und in mir ruhender als noch zwei Tage zuvor und ich habe den Eindruck zumindest einen kurzen Blick auf die alten Meister erhascht zu haben. Auch wenn ich mir meine Mitschüler ansehe, habe ich den Eindruck, jeder hat etwas gewinnen können. Was genau, vermag ich nicht zu sagen, aber ein jeder wirkt entspannt und bereit das Leben in Angriff zu nehmen.</p>
<div id="attachment_2619" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2619" class="size-full wp-image-2619" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Berlin.jpg" alt="Die Abgesahnten der Tai Chi Akademie Kaiserslautern, einer fehlt er hat fotografiert. " width="1200" height="896" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Berlin.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Berlin-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Berlin-300x224.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Berlin-1024x764.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Berlin-624x465.jpg 624w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2619" class="wp-caption-text">Die Abgesahnten der Tai Chi Akademie Kaiserslautern, einer fehlt er hat fotografiert.</p></div>
<p>Nach diesen für mich sehr lehrreichen Tagen verabschieden wir uns sehr herzlich vom ehrwürdigen Abt Shi Yong Chuan und dem Meister Shi Yancheng. Ich verabschiede mich nur sehr schweren Herzens von diesem Hort des Wissens, der mir in den wenigen Tagen, die ich dort verweilen durfte, doch so ans Herz gewachsen ist. Aber da hilft kein Zaudern oder Klagen, wenn wir heute noch in Kaiserslautern ankommen wollen, müssen wir langsam los, immerhin haben wir noch 7 Stunden Fahrt vor uns.</p>
<div id="attachment_2620" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2620" class="size-full wp-image-2620" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Buddhismus-Berlin.jpg" alt="Die Buddhahalle des Shaolin Tempel Deutschland." width="1200" height="896" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Buddhismus-Berlin.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Buddhismus-Berlin-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Buddhismus-Berlin-300x224.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Buddhismus-Berlin-1024x764.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Buddhismus-Berlin-624x465.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2620" class="wp-caption-text">Die Buddhahalle des Shaolin Tempel Deutschland.</p></div>
<p>Darum klemmt sich Jörg gleich hinter das Steuer und es geht los. Doch geistig weilt jeder noch bei dem an diesem Wochenende Erlebten und ehe wir uns versehen, müssen wir uns gleich daran machen das gelernte in der Wirklichkeit anzuwenden. Bei der Fahrt aus Berlin heraus diskutieren wir über die Erfahrungen, die jeder von uns hat sammeln können, und so gleitet die Achtsamkeit unseres Fahrers aus dem Hier und Jetzt in das Vergangene ab. Ehe wir uns versehen werden wir durch einen grellen Lichtblitz in die Gegenwart zurückgeholt. Wie konnte es auch anders sein, wir sind direkt in einen Blitzer hineingefahren. Das hat uns alle wie aus einem leichten Dämmerschlaf gerissen und die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf gehen, sind nicht sonderlich freundlicher Natur. Doch dann besinne ich mich auf die Unterweisung und auch wenn ich mich selbst nicht für einen praktizierenden Buddhisten halte, erkenne ich doch, dass Meister Shi Yancheng mir etwas Wichtiges vermitteln konnte. Sich jetzt noch darüber aufzuregen würde nicht das geringste ändern und mich nur noch mehr aus dem Gleichgewicht bringen. So verstehe ich es als einen unmittelbaren Hinweis darauf mich auf das zu konzentrieren was unmittelbar vor mir liegt und mich nicht irgendwelchen Tagträumen hinzugeben oder in Erinnerungen zu schwelgen. Dieser Dämpfer stoppt unsere Unterhaltung erst ein wenig, aber wir nehmen sie schnell wieder auf, diesmal jedoch ohne das Hier und Jetzt aus den Augen zu verlieren.</p>
<div id="attachment_2621" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2621" class="size-full wp-image-2621" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/4-Heimfahrt-Jörg-Roth.jpg" alt="Kurz nach dem emotionalen Einbruch durch das teure Familienfoto ist auch unser Trainer Jörg wieder gut gelaunt. Schließlich haben wir für diese Fälle das ganze Wochenende geübt. " width="1200" height="900" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/4-Heimfahrt-Jörg-Roth.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/4-Heimfahrt-Jörg-Roth-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/4-Heimfahrt-Jörg-Roth-300x225.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/4-Heimfahrt-Jörg-Roth-1024x768.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/4-Heimfahrt-Jörg-Roth-624x468.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2621" class="wp-caption-text">Kurz nach dem emotionalen Einbruch durch das teure Familienfoto ist auch unser Trainer Jörg wieder gut gelaunt. Schließlich haben wir für diese Fälle das ganze Wochenende geübt.</p></div>
<p>Die weitere Fahrt verläuft ruhig und recht ereignislos, nachdem jeder seine Gedanken ausgesprochen hat. Es war ein anstrengendes Wochenende gewesen und jeder von uns hat über einiges nachzudenken. Etwa drei Stunden später zwingt uns die sinkende Tankanzeige einen kurzen Stopp einzulegen und wieder aufzutanken, bei dieser Gelegenheit wechseln wir gleich noch die Fahrer aus und so ist es jetzt an mir uns die restlichen Kilometer sicher Richtung Heimat zu chauffieren. Als wir in Mannheim ankommen, um Katrin nach Hause zu bringen, kann es keiner von uns recht glauben, dass dieses Wochenende zu Ende geht. Aber nach einer warmen Verabschiedung machen wir uns wieder auf den Weg, die Heimat ruft und jeder von uns ist von der langen Fahrt erschöpft und möchte sich einfach nur noch in die Federn hauen. Die restliche Strecke ist auch schnell überwunden und nachdem wir voneinander Abschied genommen haben bin ich auch heil froh endlich in mein Bett zu kommen und zu schlafen.<br />
Mein Fazit für dieses einmalige Erlebnis im Shaolin Tempel Deutschland in Berlin ist, dass ein jeder Mensch, der seine Begeisterung gleichsam einer Flamme in seinem Herzen trägt, vermag dieses Feuer in jedem zu entzünden, der geneigt ist ihm zu zuhören.</p>
<p>Ich freue mich darauf bald wieder nach Berlin zu reisen und neue Dinge zu erleben und zu lernen.</p>
<p>Ich wünsche dir alles Gute<br />
und immer schön locker bleiben.<br />
Euer Joshua Bold</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chan buddhistischer Workshop im Shaolin Tempel Deutschland</title>
		<link>https://www.tai-chi-akademie.de/chan-buddhistischer-workshop-im-shaolin-tempel-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2014 11:00:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tagebuch vom Samstag den 29.03.2014, von Kay Wicke Der Samstag in Berlin fing für einige von uns anders an als für andere. Nachdem Jörg nach mehreren Anläufen seine Tai Chi Chen Form endlich fertig lernen wollte, musste er schon um neun Uhr im Tempel sein. Wir Anderen hatten noch bis zehn Uhr Zeit, um uns [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tagebuch vom Samstag den 29.03.2014, von Kay Wicke</p>
<p>Der Samstag in Berlin fing für einige von uns anders an als für andere. Nachdem Jörg nach mehreren Anläufen seine Tai Chi Chen Form endlich fertig lernen wollte, musste er schon um neun Uhr im Tempel sein. Wir Anderen hatten noch bis zehn Uhr Zeit, um uns dann am Tempel mit ihm zu treffen. Für die Morgenzeremonie um elf wollten wir gemeinsam Kuchen besorgen. Im Januar hatten wir eine sehr gute Konditorei gefunden, die nur 5 Minuten zu Fuß entfernt liegt.<span id="more-2608"></span></p>
<p>Da viele Teilnehmer des Seminars schon da waren, einige von ihnen im Sangha, war die Zeremonie mit einer enormen Anzahl in braune Roben gehüllte Menschen gefüllt, was ein großartiges Bild abgab. Nach der Zeremonie teilten sich die Interessen der Leute im Tempel wieder. Einige blieben im Teehaus sitzen, um gesellig Kuchen zu essen, andere gingen in die angebotenen Trainingsstunden von Kung Fu, Tai Chi und Qi Gong.</p>
<div id="attachment_2611" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2611" class="size-full wp-image-2611" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Rou-Quan.jpg" alt="Kay Wicke beim Shaolin Qi Gong in der Buddhahalle" width="1200" height="896" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Rou-Quan.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Rou-Quan-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Rou-Quan-300x224.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Rou-Quan-1024x764.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/2-Shaolin-Rou-Quan-624x465.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2611" class="wp-caption-text">Kay Wicke beim Shaolin Qi Gong in der Buddhahalle</p></div>
<p>Kurz vor Beginn des Seminars, um drei Uhr, konnten wir uns noch eine kleine Mittagspause gönnen. Mit Obst, welches wir morgens noch besorgt hatten, saßen wir in der Mittagssonne, die an diesem Tag das erste Mal richtig angenehm erfrischend und warm war. Als Vorbereitung auf das Seminar bekamen wir eine Einführung, was eigentlich eine Dharma-Halle ist. Jeder von uns nahm sich ein Sitzkissen und legte es auf den Hallenboden. Meister Shi Yancheng erklärt uns, wie wir uns in der Halle zu verhalten haben. Beim Eintreten verbeugen, zum Platz gehen, vor dem Kissen, dem sogenannten Dharmasitz, verbeugen, sich setzen und nur reden, falls wir dazu aufgefordert werden. Mit diesem Wissen beginnt dann also das Seminar auf das wir alle sehr gespannt sind.<br />
Nachdem alle sitzen und Ruhe herrscht, beginnt Meister Shi Yancheng zu erklären, was er uns in diesem Seminar überhaupt vermitteln will.<br />
Viele werden es wohl kennen, wenn man mit anderen über Religionen diskutiert. Es wird immer diejenigen geben, die den Gedanken folgen können und wollen und es wird immer diejenigen geben, die Probleme bei diesen Gedanken haben. Meister Shi Yancheng nutzt das heutige Leben, um darin Parallelen und Erklärungen für religiöse Grundsätze zu finden. Es kommt also nicht eine lange Predigt darüber, wie Chan Buddhismus funktioniert, sondern es werden Geschichten und Anekdoten erzählt, scheinbar alltägliche Fragen gestellt und all dies auf „buddhistische“ Gedanken zurückgeführt.<br />
Warum habe ich jetzt buddhistisch in Anführungszeichen gesetzt? Diese Frage lässt sich meines Erachtens und nach Meister Shi Yanchengs Meinung leicht beantworten. Eine Religion bildet nicht nur eine Glaubensgrundlage, sie bildet vor Allem eine soziale Grundlage und da ist es nicht wichtig, welcher Religion man folgt, wenn überhaupt. Die wichtigen Gedanken, die ein Miteinander ermöglichen finden sich überall wieder.<br />
Während wir Meister Shi Yancheng lauschen, erläutert er immer mehr Themen, wie Vergänglichkeit der Schönheit, die Möglichkeiten anderen Trost zu spenden, aber auch Gedankenanstöße wie man Konflikte lösen kann.</p>
<div id="attachment_2612" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2612" class="size-full wp-image-2612" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Chan-Seminar-Shaolin-Tempel.jpg" alt="Der Seminarraum in der Dharmahalle. Hier lauschten wir den Worten von Shi Yan Cheng" width="1200" height="896" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Chan-Seminar-Shaolin-Tempel.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Chan-Seminar-Shaolin-Tempel-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Chan-Seminar-Shaolin-Tempel-300x224.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Chan-Seminar-Shaolin-Tempel-1024x764.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/3-Chan-Seminar-Shaolin-Tempel-624x465.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2612" class="wp-caption-text">Der Seminarraum in der Dharmahalle. Hier lauschten wir den Worten von Shi Yan Cheng</p></div>
<p>Diese ganzen Anekdoten trägt er in einer für mich sehr angenehmen Mentalität vor. Wenn man einem nicht-Rheinländer beschreiben will, wie ein solcher handelt, mag das schwer sein, aber ich werde es hier mal versuchen. Meister Shi Yancheng strahlt eine Offenheit aus, die ihm eine sehr herzliche Erscheinung gibt. Man sollte sich dann allerdings nicht wundern, wenn man auch mal einen derben aber direkten Kommentar abbekommt. Das ist dann keinesfalls böse oder verletzend gemeint. Es ist einfach eine ganz unverblümte Meinung, wie man damit umgeht, bleibt einem selbst überlassen.<br />
Diese einzigartige Zeit mit dem Meister hat uns allen etwas geschenkt, seien es ein interessanter, neuer Blick auf das alltägliche Leben, schöne Geschichten oder, eben derbe Kommentare á la „Der beste Lehrer ist Schmerz, der zweitbeste Wiederholung“.<br />
Zum Abschluss des Seminartages haben wir noch 108 Niederwerfungen in der Gruppe gemacht. 108 mal auf die Knie fallen lassen ist eine echte Herausforderung aber nach dem langen Sitzen eine willkommene Leibesübung.</p>
<div id="attachment_2610" style="width: 906px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2610" class="size-full wp-image-2610" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/1-Teehaus-Shaolin-Tempel.jpg" alt="Ein Tee auf die Lehre des Bodhidarma, im gemütlichen Teehaus des Shaolin Tempels" width="896" height="1200" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/1-Teehaus-Shaolin-Tempel.jpg 896w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/1-Teehaus-Shaolin-Tempel-112x150.jpg 112w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/1-Teehaus-Shaolin-Tempel-224x300.jpg 224w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/1-Teehaus-Shaolin-Tempel-764x1024.jpg 764w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/04/1-Teehaus-Shaolin-Tempel-624x835.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 896px) 100vw, 896px" /><p id="caption-attachment-2610" class="wp-caption-text">Ein Tee auf die Lehre des Bodhidarma, im gemütlichen Teehaus des Shaolin Tempels</p></div>
<p>Zum Abschluss des Tages ging es abends mit der Gruppe und den Mönchen chinesisch Essen, bei dem die Ereignisse der vergangenen Stunden erst einmal verdaut wurden.<br />
Aber auch nachdem wir mit dem Essen fertig und auf dem Heimweg waren, kreisten unsere Gedanken um die Erlebnisse des Tages.<br />
Mit einem frisch angeregten Gemüt und angefachter Begeisterung ging für uns so der Samstag mit großer Vorfreude auf den nächsten Tag zu Ende.</p>
<p>Gruß Kay Wicke und das Team der Tai Chi Akademie</p>
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