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	<title>China Archives - Tai Chi Akademie Kaiserslautern</title>
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	<description>Verein für Tai Chi Chuan, Kung Fu, Qi Gong und chinesische Kultur</description>
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		<title>Shanghai, Erlebnisse am anderen Ende der Welt</title>
		<link>https://www.tai-chi-akademie.de/shanghai-erlebnisse-anderen-ende-der-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2014 12:00:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein herzliches Hallo, in unserem heutigen Blog, möchte dir unsere Schülerin „Katrin Kowalski“ ihre Erlebnisse im fernen Shanghai schildern. Es geht um das tägliche Leben, um Kampfkunst und den schulischen Alltag in dieser riesigen Stadt. Katrin ist nun seit einem halben Jahr in China und wird erst im Februar wieder in unserem, doch all zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein herzliches Hallo,<br />
in unserem heutigen Blog, möchte dir unsere Schülerin „Katrin Kowalski“ ihre Erlebnisse im fernen Shanghai schildern.<span id="more-3026"></span><br />
Es geht um das tägliche Leben, um Kampfkunst und den schulischen Alltag in dieser riesigen Stadt. Katrin ist nun seit einem halben Jahr in China und wird erst im Februar wieder in unserem, doch all zu gemächlichen Deutschland, eintreffen. Wir Danken für diesen tollen Bericht und die zur Verfügung gestellten Bilder. Viel Spaß beim Lesen.</p>
<p>&#8222;Different denotes neither bad nor good, but it definately means not the same&#8220;<br />
⼤大家好!我叫凯特瑞,为现在在中国上海学习汉语的话,我很多时间不能写博客。这个周末我有⼀一 点⼉儿时间,所以可能把电脑写好⼀一些⺴⽹网志⻚页了。<br />
Mittlerweile bin ich schon einige Zeit hier am anderen Ende der Welt, so dass es jetzt schon bald heißt die Tage bis zum Ende meines Visums sind gezählt. Aber ich beginne mal lieber am Anfang der Geschichte, genauer gesagt vor knapp drei Monaten an einem schönen Spätsommermorgen, an dem ich eine andere Welt betrat und sich mein Leben für immer verändern sollte:</p>
<p>Ich bin vormittags in Pudong, Shanghai gelandet und noch im Flughafen fand ich meine erste Hürde. Alle Schilder waren ausschließlich mit Schriftzeichen beschrieben und als ich eine nette (und wie zum Flughafenpersonal gehörend aussehende) Frau auf Englisch fragte, wo ich denn mein Gepäck fände, bekam ich als Antwort ein betretenes Lächeln und die Worte: &#8222;不好意思,我听 不懂英⽂文,你会汉语说⼀一遍?&#8220; Ich &#8211; in dem Moment vollkommen überfordert &#8211; hatte nur einen Gedanken und eine Melodie im Kopf, die ich jener Dame in meiner Nervosität auch nicht vorenthalten konnte. Also fing ich, vollkommen am Ende von dem 14 stündigen Flug, als zerknitterte Ausländerin mit knallroten Haaren, mitten in China, an einem mir vollkommen fremden Ort, vor einer mir vollkommen fremden Frau, in einer mir ziemlich fremden Sprache an zu singen: &#8222;对不起,我的中⽂文不好,对不起对不起, 我不知道你说什么&#8220; &#8230; Was mir von ihrer Seite erst einen vollkommen entgeisterten Blick und dann das herzlichste Lachen der letzten drei Tage einbrachte. Das Eis war gebrochen und nach einigem Hin und Her mit Händen, Füßen und seltsamen Lauten verstand sie mein Problem und half.</p>
<div id="attachment_3031" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3031" class="size-full wp-image-3031" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_01.jpg" alt="Wie alle Städte hat auch diese wirklich triste Ecken" width="1200" height="900" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_01.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_01-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_01-300x225.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_01-1024x768.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_01-624x468.jpg 624w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-3031" class="wp-caption-text">Wie alle Städte hat auch diese wirklich triste Ecken</p></div>
<p>Hier Angekommen gab es gleich den nächsten Kulturschock: die Menschen am Flughafen sind nicht die einzigen, die kein Wort Englisch sprechen. Dem entsprechend schwer waren die ersten paar Wochen. ich erinnere mich noch gut an den ersten Abend auf der Straße, als ich etwas essbares suchte. Normalerweise sagen die Menschen ja immer, sie haben einen overflow an optischen Eindrücken, hier sind es definitiv die Gerüche! Das gibt es in Deutschland überhaupt nicht, dass man so viele unterschiedliche Gerüche auf zehn Metern Straße verarbeiten muss. Überwältigend, wenn man dazu noch die Lichter, Menschen und nicht vorhandenen Verkehrsregeln bedenkt. Apropos Verkehr, Mit den Verkehrsregeln in Shanghai verhält es sich wie mit den Regeln in einem allseits bekannten Film: 1. Regel, es gibt keine Verkehrsregeln. 2. Regel, es gibt KEINE Verkehrsregeln&#8230; zumindest keine ersichtlichen. Und trotzdem funktioniert es&#8230; irgendwie.</p>
<p>Nach einer Woche des vollkommenen Chaos und des Lernens, was es heißt im Hier und Jetzt zu leben &#8211; nämlich schlicht und einfach keinerlei Informationen über Morgen zu erhalten &#8211; fing endlich die Uni an und es gab zumindest ein bisschen Routine. Uni hier ist auch ein ganzes Stück anders als in Deutschland. Zum Beispiel hätte es in Heidelberg keiner gewagt zwanzig Minuten auf dem Klo zu verbringen, um auf seinem Handy genau diesen Level seines Handygames mit Hintergrundmusik zu Ende zu zocken, an dem er im Klassenraum nur aus dem einen Grund ständig gescheitert ist: nämlich, dass die Musik fehlte. Noch etwas, an das man sich gewöhnen musste: hier gehen nicht die Mädels sondern die Jungs gemeinsam aufs Klo. Und zwar nicht zum Quatschen und Tratschen (okay, das auch, aber!) sondern zum Rauchen, denn man darf den Lehrern &#8211; obwohl sie das eh wissen, weil irgendwann müssen auch mal die männlichen Lehrkörper das Bad nutzen &#8211; nicht zeigen, dass man Raucht. Immer den Schein wahren und so. Die Umstellung, was den Unterricht angeht, ist auch eine ziemlich gewaltige gewesen, denn die Lehrer sprechen auch ausschließlich Chinesisch und in einem Tempo, das keinesfalls mehr feierlich ist. So war auch die erste Uniwoche eher anstrengend. Bis ich eines Tages einen ganz besonderen, und besonders seltsamen, Chinesen kennenlerne. Er ist zwar Chinese, spricht aber kaum ein Wort Chinesisch und hat eine ganz eigene Sichtweise auf das System hier. Durch ihn fühle ich mich hier nicht mehr verloren und habe diese neue Welt mittlerweile sogar so weit lieben gelernt, dass ich gar nicht mehr zurück will.</p>
<div id="attachment_3030" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3030" class="size-full wp-image-3030" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_02.jpg" alt="Dies ist eine der schönen Seiten von Shanghai" width="1200" height="900" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_02.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_02-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_02-300x225.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_02-1024x768.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_02-624x468.jpg 624w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-3030" class="wp-caption-text">Dies ist eine der schönen Seiten von Shanghai</p></div>
<p>Aber nun zum eigentlichen Thema: Kampfsport. Mittlerweile kann ich ihn zwar nicht mehr praktizieren, aber einmal wieder von Anfang an:<br />
Nachdem ich mich hier etwas eingelebt hatte, schlug mir eine Chinesin vor morgens vor der Uni in den nahe gelegenen Park zu gehen und dort die alten Männer zu fragen, ob ich mit ihnen Tai Chi</p>
<p>trainieren kann. Nach ein paar Tagen hatte ich genug Mut gefasst und bin pünktlich um halb fünf (um halb sechs Uhr dämmerte es und der Park wurde geöffnet) aufzustehen und in den Park zu gehen. Nach ein paar Tagen zusehen versuchte ich einen von ihnen zu fragen, wie ich denn mitmachen könnte. Er schickte mich weg mit einem Blick und Worten, wie: &#8222;Immer diese Ausländer, die glauben alles zu können und zu verstehen&#8230;&#8220; Aber nachdem ich weiterhin immer wieder kam, mich neben die knapp dreißig Mann setzte, zusah und ihn nach dem Training fragte, wurde ihm wohl klar, dass es mir wichtig war und es sagte, ich sollte am nächsten morgen zwanzig Minuten früher da sein, dann könnte ich ihm zeigen, was ich kann und sie würden entscheiden, ob ich mitmachen darf. Gesagt, getan. Er schaute es sich an und meinte, dass sei halt nicht das, was sie trainieren würden, wie schnell ich denn lernen könnte. Darauf durfte ich meine erste Form mit ihm zusammen laufen und seit dem Tag zeigte er mir jeden Morgen ein paar neue Folgen. Mittlerweile hat es morgens um sechs allerdings nur noch ein bis zwei Grad, deshalb setze ich mein Training aus, aber die alten Männer stehen noch immer jeden Morgen in der Dämmerung auf dem Gras und praktizieren Tai Chi. Kung Fu habe ich hier leider nur einmal im Zuge eines Unisportwettkampfes praktizieren können. Dabei werden hier allerdings keine Formen gelaufen, sondern reine Kämpfe gefochten. Alle Teilnehmer werden in blaue Carmouflageuniformen gesteckt, bekommen eine chinesische Flagge in die Hand gedrückt, Polster auf die Handknöchel geklebt und raus geht es auf die Matten. Sobald einer abklopft oder sich nicht mehr rührt hat das andere Team gewonnen.<br />
Alles in Allem kann ich nur sagen, dass es mir leid tut, dass ich Shanghai nicht mit Deutschland vergleichen kann, weil es für mich einfach eine komplett andere Welt ist. Das Leben hier funktioniert anders, die Menschen leben anders, legen auf andere Dinge Wert, zum Beispiel ist ihnen Gesundheit und Lebenskraft wichtiger als Effektivität. Was mich immer wieder erstaunt, dass es in einer Weltmetropole doch so viele friedvolle Orte gibt, an denen man einfach einmal stehen bleiben kann. Ich habe hier in Mitten all der Geschwindigkeit und Kurzlebigkeit auch Spiritualität finden können. Und nicht nur das, eine ganze Menge Erfahrungen bin ich reicher. Einen Preis habe ich aber zu zahlen, denn einen Teil von mir habe ich wohl für immer an diesen faszinierenden Teil der Welt verloren und der wird nicht mit mir zurückkehren können. Wie Xi Xunuo bereits bemerkte:</p>
<p>&#8222;What is a dream? What is reality? Just a demarcation in human memory. When you are here, you must leave there.&#8220;</p>
<p>In diesem Sinne,<br />
eine momentan komplette Katrin Kowalski.</p>
<div id="attachment_3028" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3028" class="size-full wp-image-3028" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_04.jpg" alt="Szenen wie aus einem Film" width="1200" height="900" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_04.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_04-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_04-300x225.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_04-1024x768.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_shanghai_04-624x468.jpg 624w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-3028" class="wp-caption-text">Szenen wie aus einem Film</p></div>
<p>Zu guter Letzt interessieren uns natürlich deine Eindrücke zu solchen Studienaufenthalten in fernen Ländern. Was hast du erlebt? Wie ist es dir ergangen? Wie haben die Mitschüler und Mitmenschen auf dich reagiert?<br />
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal.<br />
Ein fröhliches und glückliches Neujahr, wünscht dir das Team der</p>
<p>Tai Chi Akademie Kaiserslautern e.V.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die erste Form in unserem Kung Fu Training (Wu Bu Quan)</title>
		<link>https://www.tai-chi-akademie.de/die-erste-form-unserem-kung-fu-training-wu-bu-quan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2014 18:55:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe&#160;Leserin, lieber Leser, in unserem heutigen Blog möchte ich dir&#160;die erste Form des Shaolin KungFu Systems vorstellen&#160;&#8211; die sogenannte WuBuQuan (Fünf-Schritte-Faust 五步拳). Formen sind neben z.B. der Selbstverteidigung oder dem Kraft- und Ausdauertraining ein wichtiger Bestandteil unseres KungFu-Trainings. Es handelt sich hierbei um eine Abfolge von Angriffs- und Verteidigungstechniken, die einzeln oder in der Gruppe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe&nbsp;Leserin, lieber Leser,<br />
in unserem heutigen Blog möchte ich dir&nbsp;die erste Form des Shaolin KungFu Systems vorstellen&nbsp;&#8211; die sogenannte WuBuQuan (Fünf-Schritte-Faust 五步拳).<span id="more-2884"></span><br />
Formen sind neben z.B. der Selbstverteidigung oder dem Kraft- und Ausdauertraining ein wichtiger Bestandteil unseres KungFu-Trainings. Es handelt sich hierbei um eine Abfolge von Angriffs- und Verteidigungstechniken, die einzeln oder in der Gruppe durchlaufen wird. Bei uns werden sowohl Hand- als auch Waffenformen gelehrt.&nbsp;Nicht immer war&nbsp;die WuBuQuan&nbsp;die erste Bewegungsabfolge, welche ein Schüler des Kung Fu meistern musste. Auch wenn es&nbsp;zum Teil anders&nbsp;propagiert wird, ist diese Form eine&nbsp;moderne Kung Fu Form und keine klassisch überlieferte Übung. Jedoch ist sie eine wunderbare Vereinigung der ersten Grundübungen unserer Kampfkunst. Sie besteht, wie der Name schon vermuten lässt, aus den 5 Grundschritten der KungFu-Lehre. Diese Stände und Techniken&nbsp;begleiten&nbsp;den Schüler bis zu den&nbsp;komplexen Meisterformen. Wer die&nbsp;Grundlage&nbsp;nicht beherrscht,&nbsp;wird an jeder weiteren Form verzweifeln. Wie alle Kung-Fu-Formen gibt es auch von der Wu Bu Quan unglaublich viele Variationen, da fast jeder Meister seine eigenen Anwendungsinterpretationen und auch den eigenen Stil in die Form einfließen lässt. In der von uns unterrichteten Variante dieser Übung sind sogar mehr Stände enthalten als die klassischen fünf.</p>
<p>Die fünf klassischen Stände des Kung Fu sind:<br />
<strong>Gong Bu</strong> &#8211; Bogenschritt<br />
<strong>Ma Bu</strong> &nbsp; &nbsp;&nbsp;&#8211; Pferdeschritt<br />
<strong>Xie Bu</strong> &nbsp; &nbsp; &#8211; Keilschritt<br />
<strong>Pu Bu</strong> &nbsp; &nbsp; &nbsp;&#8211; Flacher Schritt<br />
<strong>Mao Bu</strong> &nbsp; &#8211; Katzen Schritt (auch Xu Bu genannt)</p>
<p>In unserer Akademie unterrichten wir eine erweiterte Art dieser Form. In den folgenden Bildern möchte ich Euch den Ablauf unserer Wu Bu Quan zeigen.</p>
<p> [<a href="https://www.tai-chi-akademie.de/die-erste-form-unserem-kung-fu-training-wu-bu-quan/">See image gallery at tai-chi-akademie.de</a>] Dies ist nur die erste Hälfte unserer Form. Nachdem die Schüler diese gemeistert haben, wird der gleiche Bewegungsablauf spiegelverkehrt gelehrt.&nbsp;Das&nbsp;ist zu Beginn schwerer als man denkt,&nbsp;doch bei regelmäßigem Training keine große Hürde.<br />
Die Anwendungensbeschreibungen, welche ich den Bildern zugefügt habe, sind Beispiele und können von jedem Lehrer anders interpretiert werden. Die Anwendung verändert die Form. Es gibt meiner Meinung keine falsche Abfolge, sondern nur andere Anwendungsideen der Meister. Ich habe die Wu Bu Quan auch in dieser Art bei meinem Aufenthalt im Shaolintempel vorgeführt und wurde&nbsp;von meinem Meister in dieser Meinung bestärkt. Wichtig waren für&nbsp;ihn&nbsp;das&nbsp;Beinhalten der 5 Stände und ihre saubere Ausführung,&nbsp;das&nbsp;ersichtliche Wissen über die Kampfanwendung der Bewegung,&nbsp;ein&nbsp;fokussierter&nbsp;und konzentrierter&nbsp;Blick des Schülers, sowie dass&nbsp;das Spiel zwischen Kraft, Entspannung und Energie interessant und überlegt dargeboten wird. Es gibt wie immer sehr viele Wege zum Ziel, dies ist der&nbsp;meine.</p>
<p>Ich danke für deine&nbsp;Aufmerksamkeit. Vielleicht könnte ich mit diesem Eintrag wieder ein wenig Interesse für unsere wundervolle Sportart wecken oder anderen Schulen die Möglichkeit geben, ihre Art der Wu Bu Quan vorzustellen.</p>
<p>Ich freue mich&nbsp;über&nbsp;Kommentare und das Teilen des Artikels.</p>
<p>All the best and keep on training …</p>
<p>Jörg Roth und das Team der Tai Chi Akademie Kaiserslautern</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Shaolin Tempel, Provinz Henan/China</title>
		<link>https://www.tai-chi-akademie.de/shaolin-tempel-provinz-henanchina/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2014 12:00:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tagebuch von Jörg Roth &#8211; 12. April 2013 Der Wecker klingelt um 4.30 Uhr. Das ist wirklich nicht meine Zeit. Ein weiser Mann hat mal zu mir gesagt, der Tagesablauf eines Musikers sollte folgender Maßen sein. Einstellig zu Bett gehen und zweistellig aufstehen! Aber das ist hier wohl nicht möglich, sonst würde ich sogar das erste [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tagebuch von Jörg Roth &#8211; 12. April 2013</p>
<p>Der Wecker klingelt um 4.30 Uhr.<br />
Das ist wirklich nicht meine Zeit. Ein weiser Mann hat mal zu mir gesagt, der Tagesablauf eines Musikers sollte folgender Maßen sein.<br />
Einstellig zu Bett gehen und zweistellig aufstehen!<span id="more-2046"></span><br />
Aber das ist hier wohl nicht möglich, sonst würde ich sogar das erste Training verschlafen.<br />
Also raus aus den Federn und die geplagten Beine davon überzeugen, dass sie auch am 5. Trainingstag noch meine 72 Kilo zu tragen haben. Jedoch habe ich mittlerweile das Gefühl, dass meine Beine selbst 72 Kilo wiegen.<br />
Kurze Zeit später treffe ich Adele im Gang unseres Gästehauses. Sie sieht fitter aus als ich, verdammt!<br />
Naja, was soll´s!  Es wird schon langsam knapp, also sputen wir uns den Berg hinunter zum Tempel.<br />
Wir kommen dieses mal wirklich knapp, gegen 5 vor 5 Uhr an der Zeremoniehalle an und ziehen fast im gehen unsere braunen Leihenroben an. Ein freundlicher Mönch zeigt uns unsere Plätze und schon beginnt der erste Glockenschlag.<br />
Der Innenraum der Buddhahalle ist mit Kerzen beleuchtet, was den darin befindlichen Statuen der Buddhas und Bodhisattvas etwas wirklich magisches verleiht. Zusammen mit den dumpfen, basslastigen Schlägen des riesigen Holzfisches, den Glocken, Rahmentrommeln, der ca. 50 cm hohen und fast 80 cm breiten Klangschale sowie den Stimmen der Mönche wird ein unbeschreibliches Gefühl im Herzen geweckt. Das Gefühl von wirklichem inneren Frieden.<br />
Ich könnte Stunden hier sitzen und zuhören. Einige der Lieder kenne ich aus dem Tempel in Berlin, aber viele unterscheiden sich oder haben komplett andere Melodien.<br />
Nach einer dreiviertel Stunde kleiner Wunder, gehen wir zurück zu unserer Unterkunft auf dem gegenüberliegenden Hügel des Tempels und nach einer heißen Dusche gehe ich in den Frühstücksraum. Dort gibt es wie fast jeden Morgen, Eier, gebratenes Gemüse und eine Art Dampfnudel als Brötchen. Ich finde die Dinger unglaublich lecker und werde sie wohl in Deutschland vermissen.<br />
Dann ist es auch schon 8 Uhr vorbei und wir laufen den wohl bekannten Weg zum Seiteneingang des Tempels hinunter.<br />
Dort herrscht schon wieder reger Tourie-Betrieb, obwohl die mittleren Hallen erst um 9 Uhr für die Besucher geöffnet werden.<br />
Im Training stelle ich langsam fest, dass der Tempelhügel, den wir zum aufwärmen rauf und runter laufen müssen, mit jedem Tag steiler zu werden scheint. Außerdem, macht mir meine Zerrung sehr zu schaffen.<br />
Aber Augen zu und durch, nach einer halben Stunde aufwärmen und dehnen, beginnen wir wieder mit den alltäglichen Grundtechniken. Hierbei habe ich es heute sogar geschafft, dass unser Meister kurz ungehalten wurde, was durch einen scharfen Blick und eine fordernde Handgeste in Erscheinung trat.</p>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Aber verdammt noch mal, 2 Minuten in der Brücke stehen und dabei nicht zusammenbrechen ist nun mal für jemanden, der so beweglich ist wie ein Kantholz, echt anstrengend. Als mir die Arme eingebrochen sind und ich mit dem Kopf voraus wie ein Sack zu Boden gegangen bin, hatte ich nicht mal die Zeit mich zu sortieren, als schon das ungehaltene Zischen neben mir zu hören war.</span></p>
<p>Also eins ist sicher, Fußballer hätten hier im Temple keinen Spaß, ein ewiges hin und her rollen und jammern während dem Spiel würde hier eher belächelt als mit Mitleid belohnt.<br />
Anschließend beginnt das Formtraining und um 11 Uhr sind schon zwei Herausforderungen gemeistert. Aufstehen und das erste Training.<br />
Wir gehen also in den öffentlichen Essbereich des Tempels und schauen was es heute leckeres gibt.<br />
Dort wird mir wieder eins klar. Chinesisch ist eine merkwürdige Sprache und ohne Adele und ihre Kenntnisse darin, wäre ich hier wie ein Fisch auf dem trockenen.<br />
Als wir uns eine Suppe bestellen, bekommen wir auf einmal eine Dose Zucker auf den Tisch gestellt. Warum?<br />
Ganz einfach das Wort für Suppe ist TANG und das Wort für Zucker auch, aber mit einer anderen Betonung auf dem A. Echt klasse.</p>
<div id="attachment_2047" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2047" class="size-full wp-image-2047" alt="Nach dem Mittagessen kann man auf den Stufen der Dharmahalle am besten Sonne tanken." src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels.jpg" width="1200" height="675" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels-150x84.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels-300x168.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels-1024x576.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels-624x351.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2047" class="wp-caption-text">Nach dem Mittagessen kann man auf den Stufen der Dharmahalle am besten Sonne tanken.</p></div>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Nachdem Essen nutzen wir die freie Zeit bis 14 Uhr und legen uns auf dem Stufen der Dharmahalle in die Sonne. Es ist heute verdammt warm geworden und mir graust es fast vor dem Training.</span><br />
Und dann beginnt es auch schon:<br />
Der Tempelhügel ist in der Mittagshitze bei ca 30 Grad, wirklich ein erstzunehmender Gegner, zusammen mit meinem Muskelkater und der Verletzung wird er heute zu meinem erklärten Erzfeind.<br />
Ziemlich kläglich jammernd überlebe ich aber auch dieses mal das Aufwärmtraining und darf endlich wieder mit meiner geliebten Hellebarde tanzen, auch wenn ich langsam das Gefühl habe, dass sie die 7 Kg lange hinter sich gelassen hat und mittlerweile mindestens 10 Kg wiegt.<br />
Spannend finde ich aber, dass ich mir anscheinend eine sehr exotische Kampfform herausgesucht habe, denn der ganze Tempel besitzt nur ein Exemplar dieser wundervollen Waffe und sehr viele der Mönche finden es sehr spannend, dass ein Typ wie ich die Guan Dao lernt. An mein Erscheinungsbild haben sie sich ja langsam schon gewöhnt, aber dieses Metallmonster ist immer noch eine Sensation.</p>
<div id="attachment_2048" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2048" class="size-full wp-image-2048" alt="Die Trainingshalle des Shaolin Tempels in China, ist in sehr schlechtem Zustand, aber man fühlt sich wie beim Underdog Training in den alten Rocky-Filmen, was unglaublich Motivation spendet." src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China.jpg" width="1200" height="900" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China-300x225.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China-1024x768.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China-624x468.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2048" class="wp-caption-text">Die Trainingshalle des Shaolin Tempels in China, ist in sehr schlechtem Zustand, aber man fühlt sich wie beim Underdog Training in den alten Rocky-Filmen, was unglaublich Motivation spendet.</p></div>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Nach dem Training geht unser Meister mit uns zum neben dem Tempel gelegenen Shaolin-Kultur-Zentrum für Touristen. Es ist hier wie Disneyland, aber ich bin wirklich froh, dass diese Tourieunterhaltung hier angeboten wird und nicht nebenan im echten Tempel.</span><br />
Wir sind aber hierher gekommen, da uns unser Meister Da Zhi eine Shaolin Show für die Touristen zeigen möchte. Im Tempel selbst gibt es so etwas nicht und die hier auftretenden Jungs, sind auch keine Mönche sondern Schüler der angrenzenden WU Shu Schule.<br />
Dank Da Zhi müssen wir uns nicht anstellen sondern kommen mal wieder durch den Seiteneingang rein und somit haben wir noch bevor die Schlange der Besucher eintritt, die besten Plätze für die Show. Vitamin B ist eben schon was tolles.<br />
Was man von der Show nicht behaupten kann, gezeigt wird der Standart einer Shaolin WuSHU Akrobatikshow ausgeführt von mittelmäßigen Sportlern. Zu deutsch, das war die schlechteste Kung Fu Show die ich je gesehen hab.<br />
Da Zhi und Adele sind der gleichen Meinung. Aber was soll´s. Irgendwie ist es auch aufbauend, dass die Jungs nicht wirklich besser waren als wir selbst, aber als die ganz tollen dargestellt, die Masse begeistern konnten. Das spornt doch an.</p>
<div id="attachment_2049" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2049" class="size-full wp-image-2049" alt="Besonders Abends ist dies ein Wundervoller Ort zum ausspannen. In den Häuser rings um werden über Tag Souvenirs an die Touristen verkauft. Abends ist hier niemand mehr" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk.jpg" width="1200" height="762" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk-150x95.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk-300x190.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk-1024x650.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk-624x396.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2049" class="wp-caption-text">Besonders Abends ist dies ein Wundervoller Ort zum ausspannen. In den Häuser rings um werden über Tag Souvenirs an die Touristen verkauft. Abends ist hier niemand mehr</p></div>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Nun ist es fast 19 Uhr vorbei und wir beenden den Abend mit Qi Gong im Sonnenuntergang und scharf gebratenen Maiskolben.</span><br />
Um 21 Uhr liege ich ziemlich platt im Bett und schreibe diesen Text.<br />
Ich bin gespannt was der morgige Tag so an Überraschungen für uns bereit hält.<br />
Jörg Roth</p>
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