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	<title>Shaolin Tempel Kaiserslautern Archives - Tai Chi Akademie Kaiserslautern</title>
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	<description>Verein für Tai Chi Chuan, Kung Fu, Qi Gong und chinesische Kultur</description>
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		<title>Be formless, shapeless, like water / Tai Chi, die weiche Kampfkunst Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2015 12:00:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Hallo und wieder einmal herzlich willkommen bei der Tai Chi Akademie in Kaiserslautern. &#160; In unserem heutigen Blogeintrag geht es um unser Tai Chi Training. Ellen, eine unserer langjährigen Schülerinnen, wird euch ihre Welt dieser wundervollen chinesischen Kampfkunst vorstellen. Wir haben diesen Artikel komplett in Ellens Wortklang erhalten und möchten euch somit ihre Meinung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Hallo und wieder einmal herzlich willkommen bei der Tai Chi Akademie in Kaiserslautern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In unserem heutigen Blogeintrag geht es um unser Tai Chi Training. Ellen, eine unserer langjährigen Schülerinnen, wird euch ihre Welt dieser wundervollen chinesischen Kampfkunst vorstellen. Wir haben diesen Artikel komplett in Ellens Wortklang erhalten und möchten euch somit ihre Meinung unkommentiert zur Verfügung stellen.</p>
<p><span id="more-3115"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um deutlich zu machen, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen und Erfahrungen mit Tai Chi sein können werden wir außerdem in den nächsten Monaten noch zwei weitere Darstellungen veröffentlichen. Wir hoffen damit erreichen zu können, dass ihr euch als Leser ein möglichst umfangreiches Bild von dieser alten weichen Kampfkunst machen könnt. Nun erteilen wir aber ohne weitere Erklärung unserer Ellen das Wort.</p>
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<p>“Empty your mind! Be formless, shapeless, like water. If you put water into a cup, it becomes the cup. Put it into a bottle, it becomes the bottle, you put into a teapot, it becomes the teapot. Now water can flow, or it can crash: Be water, my friend!” – Bruce Lee. „Leere deine Gedanken! Sei ohne feste Gestalt und Form, so wie Wasser. Wenn man Wasser in eine Tasse füllt, wird es zur Tasse. Füllt man es in eine Flasche, wird es zur Flasche, füllt man es in einen Teekessel, wird es zum Teekessel. Wasser kann fließen, oder es kann zerstören. Sei Wasser, mein Freund.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">„ Sei wie Wasser.“</p>
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<p>Das ist ein Ausspruch, den man auch im T’ai Chi Ch’uan ständig hört. Da unser Körper hauptsächlich aus diesem Element besteht, ist es nach der inneren und sanften Schule für den Menschen am besten, sich gemäß seiner Natur zu bewegen, also wie Wasser. Das T’ai Chi Ch’uan zählt zur sanften und inneren Schule und legt im Gegensatz zur harten und äußeren Schule, die auf Körperkraft, Schnelligkeit, Reaktionsvermögen und Körperbeherrschung ausgelegt ist und in der auch das Abhärten von Händen und Füßen für Schläge und Stöße ein wichtiger Bestandteil ist, Wert darauf, die zwei überragenden Eigenschaften des Wassers zu berücksichtigen: Auf der einen Seite ist es sanft und nachgebend, auf der anderen zeigt es eine unüberwindliche Stärke. Deshalb wendet man in den Übungen des T’ai Chi Ch’uan das Prinzip des Nachgebens an, um das Harte, also Schläge oder Tritte, zu überwinden. Nur dadurch kann eine optimale Selbstverteidigung erzielt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>T’ai Chi Ch’uan wurzelt in der Philosophie des Taoismus. Die Grundidee ist die Philosophie von Yin und Yang. Yin und Yang bilden nach ihr als sich fortwährend ausgleichende Gegensätze eine nicht zu trennende Einheit. Jede Bewegung muss also auch ihren Gegenpart haben, sodass ein fortwährender Wechsel entsteht, in dem es keine Unterbrechung gibt. In unserem Verein wird hauptsächlich der Yang-Stil unterrichtet. Er zeichnet sich durch sanfte, fließende Bewegungen und gleich bleibende Geschwindigkeit aus und steht im Gegensatz zum Chen-Stil, der viele schwierige Sprünge, unterschiedliche Geschwindigkeiten und schnelle Drehungen beinhaltet. Die zuerst erlernte Form, auch „lange Form“ genannt, ist eine Einzelübung mit ca. 108 Stellungen (je nach Zählweise). Es existieren neben ihr noch kürzere Formen sowie Waffen- (für Stock, Schwert, Säbel) und Partnerformen.</p>
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<div id="attachment_3116" style="width: 1510px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3116" class="size-full wp-image-3116" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_02.jpg" alt="Ellen (vorn rechts) beim Training der großen Yang Form " width="1500" height="872" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_02.jpg 1500w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_02-150x87.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_02-300x174.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_02-1024x595.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_02-624x363.jpg 624w" sizes="(max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /><p id="caption-attachment-3116" class="wp-caption-text">Ellen (vorn rechts) beim Training der großen Yang Form</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch was genau macht das T’aich Chi Ch’uan so besonders? Genau wie das Kung Fu ist es nützlich für die Selbstverteidigung. Da es jedoch zur sanften Schule gehört, trägt es außerdem zur Erhaltung der Gesundheit bei. Man sagt, dass die Übungen des T’ai Chi Ch’uan die Lebenskraft Ch’i anregen und den Energiefluss in den Meridianen aktivieren. Der Austausch von altem und schwachem Ch’i führt schließlich zu einer energetisierenden und heilenden Wirkung. Aufgrund der ausgewogenen Beanspruchung aller Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen kann auch die Flexibilität bewahrt werden. Außerdem versetzt der gleichmäßig ruhige Fluss der Bewegungen und die tiefe Atmung die seelische Verfassung in Ruhe und Ausgeglichenheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es heißt nicht umsonst: „T’ai Chi Ch’uan bringt einem den Geistesfrieden eines Weisen, die gesunde Robustheit eines Holzfällers und die Gelenkigkeit eines Babys.“</p>
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<p>Ein weiterer Hauptaspekt ist die Meditation. Denn die Übungen sind darauf ausgelegt die geistige Sammlung und Konzentration zu üben, wobei auch die Entspanntheit und die Atemtechnik eine große Rolle spielen. Das Denken soll zur Ruhe kommen und somit der Abbau der Überreiztheit, Nervosität und Stresserscheinungen gefördert werden, die man im täglichen Leben sammelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soweit zum Training und der Theorie. In der Wirklichkeit ist es gar nicht so leicht das Ganze auch umzusetzen. Ich mache zwar erst seit einer verhältnismäßig kurzen Zeit T’ai Chi Ch’uan, um genau zu sein drei Jahren, aber es ist trotzdem zeitweise ziemlich schwer all die Aspekte, die man während einer Übung zu beachten hat, auch im Blick zu haben. Außerdem fällt es einem immer wieder schwer keine Körperkraft zu benutzen, sondern sich auch ohne sie effektiv gegen einen Gegner zu wehren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie jede Sportart verbessert man sich natürlich auch in dieser nur durch regelmäßiges Üben. Dabei braucht man tatsächlich nur eine kleine Fläche um die einzelnen Bewegungen effektiv üben zu können. Außerdem kann man Gelerntes auch im täglichen Leben ohne Probleme einbinden. Sei dies nun wie man richtig läuft, richtig sitzt, richtig atmet oder Dinge so anhebt, dass man dabei seinem Körper nicht schadet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3117" style="width: 1510px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3117" class="size-full wp-image-3117" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_03.jpg" alt="Die Kampfkünste sollte man nicht trennen. Ellen trainiert auch seit mehreren Jahren Kung Fu" width="1500" height="994" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_03.jpg 1500w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_03-150x99.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_03-300x199.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_03-1024x679.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_03-624x414.jpg 624w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-23-tai-chi-akademie-tai-chi-die-weiche-kampfkunst_03-120x80.jpg 120w" sizes="(max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /><p id="caption-attachment-3117" class="wp-caption-text">Die Kampfkünste sollte man nicht trennen. Ellen trainiert auch seit mehreren Jahren Kung Fu</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alles in allem muss man sagen, dass sich die eigenen Bewegungen und Bewegungsabläufe schon ziemlich schnell verändern und runder werden. Die Techniken, die sich in der Form verstecken, sind sowohl lehrreich, als auch nützlich anzuwenden. Ich persönlich finde das T’ai Chi Ch’uan äußerst nützlich, da es auch weniger durchtrainierten Männern und Frauen hilft, sich zu verteidigen und einem gleichzeitig beibringt die Kraft des Gegners zu nutzen, um ihn zu besiegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe ich habe euch trotz der vielen Theorie einen etwas besseren Einblick in das T’ai Chi Ch’uan ermöglicht. Für mich persönlich sind die Grundideen und Techniken, die man in den Übungen des T’ai Chi Ch’uan erlernen kann, äußerst hilfreich, da sie mir ein besseres Verständnis über die Art, wie sich mein eigener Körper am besten bewegt, gezeigt haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alles Gute!<br />
Ellen</p>
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<p>Nun bist Du wieder an der Reihe, hast Du Fragen an uns? Wie ist Deine Meinung zu Tai Chi? Welche Erfahrungen mit dieser oder ähnlichen Kampfkünsten hast Du gemacht? Lass es uns wissen, wir freuen uns über das Teilen unseres Beitrages, einem Kommentar oder einem schnellen Gefällt mir!</p>
<p>Dann bleibt uns nur noch, uns recht herzlich bei Ellen für diesen großartigen Blogeintrag und bei Dir fürs Lesen zu bedanken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis zum nächsten Mal,<br />
Dein Team der Tai Chi Akademie Kaiserslautern</p>
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		<title>Der Tiger ruht vor dem Sprung / Bericht zum Freikampf- und Meditationsseminar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2015 12:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Und wieder einmal begrüßen wir Dich herzlich zu unserem aktuellen Blogeintrag. Wir möchten Dir heute die Möglichkeit geben, nachträglich an unserem ersten Seminar des Jahres teilhaben zu können! Im Rahmen des Seminars haben wir unseren aktiven Mitgliedern die Gelegenheit geboten, ihre ersten Freikampferfahrungen zu machen. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit, eine kleine Einweisung in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder einmal begrüßen wir Dich herzlich zu unserem aktuellen Blogeintrag.<br />
Wir möchten Dir heute die Möglichkeit geben, nachträglich an unserem ersten Seminar des Jahres teilhaben zu können! <span id="more-3091"></span></p>
<p>Im Rahmen des Seminars haben wir unseren aktiven Mitgliedern die Gelegenheit geboten, ihre ersten Freikampferfahrungen zu machen. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit, eine kleine Einweisung in die Lehre des Buddha und die zum Shaolin Caodong Chan gehörende Meditation zu erhalten.<br />
Diese beiden Elemente ergänzten sich auf sehr angenehme Weise, was allen Teilnehmern einen erfüllenden und bereichernden Tag verschaffte.<br />
Unsere Kung Fu Schülerin Samantha hat für Dich einen Bericht über Ihre Erlebnisse verfasst:</p>
<p>Als die Tai-Chi-Akademie eine Einladung an alle Mitglieder zu einem Kampfseminar am 18.01.2015 in der Beilsteinschule Kaiserslautern herausgab, war ich trotz großem Interesse erst einmal skeptisch. Schließlich trainiere ich erst seit 4 Monaten Kung fu und bin damit noch ein blutiger Anfänger. Allerdings ermutigte mich dann doch die Beschreibung „Einführung“ in den Freikampf, und die Vorstellung von Chan-Meditation sowie der damit verbundenen Lebensphilosophie Caodong Chan. Ich war einfach neugierig und so meldete ich mich an.<br />
An dem lang erwarteten Sonntagmorgen um 9 Uhr trafen sich schließlich 13 Teilnehmer sowie Trainer Jörg Roth, die beiden Meister Dirk Hilgert und Markus Lesmeister sowie unser Großmeister Adelino Rondalli in der Turnhalle der Beilsteinschule zum Kampfseminar. Nach dem üblichen Aufwärmprogramm, einigen Dehnungs- und Lockerungsübungen, begann gleich das erste Sparring. Im Vorfeld gab es nur eine kurze Einführung von Markus und Dirk, über die Regeln und Tabus beim Freikampf. Ein klarer Treffer zählte ein Punkt, nach drei erzielten Punkten eines Kämpfers wurde der Kampf beendet. Die Sparringspartner wurden variierend von den beiden Meistern ausgewählt. Alle nicht-involvierten Teilnehmer saßen um den Ring herum und hatten so die Gelegenheit, die anderen bei ihren Kämpfen zu beobachten und zu analysieren. Als mein erster Freikampf bevor stand, war ich wirklich nervös. Zum einen bestand die Überwindung, seinen Gegenüber, einen Freund, zu schlagen bzw. eventuell sogar zu verletzen. Auf der anderen Seite, die eigene Angst, sich weh zu tun oder sich ganz einfach lächerlich zu machen. Besonders letzterer Punkt war definitiv völlig unbegründet 😉</p>
<div id="attachment_3094" style="width: 1510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3094" class="size-full wp-image-3094" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-2.jpg" alt="Neben dem Sparring wurden im Seminar neue Kampftechniken geübt" width="1500" height="1036" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-2.jpg 1500w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-2-150x104.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-2-300x207.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-2-1024x707.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-2-624x431.jpg 624w" sizes="(max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a><p id="caption-attachment-3094" class="wp-caption-text">Neben dem Sparring wurden im Seminar neue Kampftechniken geübt</p></div>
<p>Auf die 1. Sparring-Runde folgte eine Übung von verschiedenen Schlag- und Kick-Kombinationen, mit dem Ziel, diese auch später in den folgenden Runden einsetzen zu können.<br />
In einem abgeteilten Nebenraum der Turnhalle hatte Jörg bereits im Vorfeld einen Ort für die Meditation hergerichtet. Er erklärte uns die Verhaltensregeln an einem solchen Ort und forderte uns auf, in der Meditation nichts zu erzwingen, uns auf unsere Atmung zu konzentrieren und unseren Körper zu beruhigen. Nach 12 min in vollkommener Ruhe erging es sicherlich nicht nur mir so, dass die Beine und der Rücken von der ungewohnten Haltung schmerzten.</p>
<p>Nach einer kurzen Mittagspause führte Jörg uns in die Grundlagen der Lehre des Buddha ein. Er befragte alle, was sie mit diesem Thema verbinden und welches Vorwissen bestehe. In erster Linie wollte er uns vermitteln, dass es sich bei der Lehre Buddhas nicht um eine Religion oder Philosophie handelte, nicht um das Anbeten eines höheren Wesens, nicht um das stupide Folgen einer vorgefassten Lehre geht. Vielmehr ist es ein Weg, Selbsterkenntnis zu erlangen. Der Weg der Achtsamkeit, der bestritten werden soll, ist ebenfalls der Weg der Rechtschaffenheit und führt zum Wohlbefinden. Interessant fand ich die Parallelen zur Wissenschaft, besonders zu den physikalischen Grundgesetzen. Einige der Teilnehmer standen den Lehren eher skeptisch gegenüber, andere konnten sich sehr gut darin wiederfinden. Es ist definitiv eine interessante und für mich persönlich akzeptablere Lehre als die meisten anderen religiösen Wege, die ich bisher kennenlernte.</p>
<div id="attachment_3095" style="width: 1510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3095" class="size-full wp-image-3095" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-3.jpg" alt="Wie der Tiger vor dem Sprung sammelten wir Kraft in der Meditation" width="1500" height="674" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-3.jpg 1500w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-3-150x67.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-3-300x135.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-3-1024x460.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-3-624x280.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a><p id="caption-attachment-3095" class="wp-caption-text">Wie der Tiger vor dem Sprung sammelten wir Kraft in der Meditation</p></div>
<p>Nach der Theorie und einem kurzen Wieder-Aufwärmen ging es dann schon wieder zum Freikampf. Während unsere Meister uns bei der ersten Sparring-Runde „einfach mal machen ließen“, um ein Gefühl für die Kampfsituation zu bekommen, wurden in den nachfolgenden Runden dauernd Tipps und Verbesserungsvorschläge gegeben. Deutlich fiel auf, welche der Teilnehmer bereits Erfahrung im Sparring hatten, und dass selbst eine sehr gute Kenntnis der Formen und eine gute Haltung im wöchentlichen Training nicht besonders viel mit der Anwendung während des Freikampfes zu tun hat. Die vorher geübten Kicks und Schläge sollten nun auch eingesetzt werden. Dies gelang bei den meisten Teilnehmer nur teilweise, oft verfiel man selbst in alte, einfache Verhaltensmuster zurück. Durch diese Erkenntnis wurde mir die Wichtigkeit des Übens, von Ständen und Techniken erstmals bewusst. Nur was wirklich verinnerlicht wurde, ist in einer Kampfsituation hilfreich. Die Routine vereinfacht alle Reaktionen und wirkt beruhigend in einer Stresssituation.<br />
Später wurden noch einige Verteidigungsmaßnahmen geübt. Leider konnten diese aufgrund der vorangeschrittenen Zeit nicht mehr im Sparring ausprobiert werden. Zum Schluss des aktiven Teils folgte ein Zirkeltraining, um alle Teilnehmer nochmal auszupowern.<br />
Der Abschluss des Seminars bildete eine 30-minütige Meditation. Während es mir bei der ersten Meditation noch bedeutend schwerer fiel loszulassen, meine Gedanken ständig um etwas kreisten, sei es das vorherige Training, die Emotionen beim Sparring, die Aufgaben die der Alltag bereit hielt, so war diese zweite Meditation doch deutlich entspannter. Ich konnte meine Gedanken lösen und mich nur auf mich selbst konzentrieren. Vielleicht lag das an dem anstrengenden Tag, der nun hinter uns allen lag, vielleicht auch daran, dass die Meditation sich beim zweiten Versuch nicht mehr ganz so fremdartig anfühlte.<br />
Alle Teilnehmer ließen den Tag bei einem Abendessen, im vietnamesischen Restaurant Saigon in der Innenstadt von Kaiserslautern, ausklingen. Bei einer harmonischen Stimmung und gutem Essen wurde das Seminar noch einmal Revue passieren gelassen.</p>
<div id="attachment_3096" style="width: 1510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3096" class="size-full wp-image-3096" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-4.jpg" alt="Auf die Ruhe folgte der sprichwörtliche Sturm" width="1500" height="978" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-4.jpg 1500w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-4-150x98.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-4-300x196.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-4-1024x668.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-02-09-tai-chi-akademie-freikampf-meditationsseminar-4-624x407.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a><p id="caption-attachment-3096" class="wp-caption-text">Auf die Ruhe folgte der sprichwörtliche Sturm</p></div>
<p>Mein Fazit: Ein sehr lehrreicher, interessanter und auch sehr anstrengender Tag! Ich bin froh darüber, mich trotz anfänglicher Skepsis für dieses Seminar entschieden zu haben. Jeder Teilnehmer konnte für sich selbst erfahren, wie weit er persönlich im Freikampf ist und was vielleicht noch nicht so gut klappt. Viele Erkenntnisse und Eindrücke konnten von jedem selbst gewonnen und mit ins normale Training übernommen werden. Das Seminar fand großen Anklang, viele wünschten sich eine baldige Wiederholung und einen größeren Einfluss von Kampftechniken in das wöchentliche Training. Vielen Dank an unsere Meister und Trainer, dass sie uns diesen Tag ermöglicht haben!<br />
Alles Gute<br />
Samantha</p>
<p>Wir hoffen dieser kleine Bericht hat Dich neugierig gemacht!<br />
Den Text über die Lehre des Buddha, welchen wir an diesem Tag mit den Teilnehmer durchgearbeitet haben, findest du unter diesem Link:</p>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="2kz7qajsUv"><p><a href="https://www.tai-chi-akademie.de/die-lehre-vom-buddha/">Die Lehre vom Buddha</a></p></blockquote>
</div>
<p>Unser Verein wird in diesem Jahr auch wieder öffentliche Seminare abhalten. Nun bitten wir Dich, uns mitzuteilen, welche Themen Dich interessieren würden!<br />
Derzeit sind Seminare zur Lehre Buddhas, mit Meister Shi Yan Chang, sowie weitere Kampf- und Formenseminare geplant. Ausserdem möchten wir ein Tai Chi und ein Qi Gong Seminar für Anfänger anbieten.<br />
Nun würden wir uns wie immer über ein paar Zeilen von Dir und das Teilen dieses Blogeintrags freuen.<br />
Eine großartige Woche, wünscht dir<br />
das Team der Tai chi Akademie Kaiserslautern</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Lehre vom Buddha</title>
		<link>https://www.tai-chi-akademie.de/die-lehre-vom-buddha/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2015 12:00:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herzlich Willkommen zum neusten Eintrag im Blog, der Tai Chi Akademie Kaiserslautern. Es ist uns eine große Freude, dir einen Text anbieten zu können, der uns von Shi Yan Cheng, dem buddhistischen Lehrer und Mentor unseres Trainers Jörg Roth, zur Verfügung gestellt wurde. Shi Yan Cheng praktiziert seit 1969 lernend und lehrend Chan, Daoyin Shu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlich Willkommen zum neusten Eintrag im Blog, der Tai Chi Akademie Kaiserslautern.<br />
Es ist uns eine große Freude, dir einen Text anbieten zu können, der uns von Shi Yan Cheng, dem buddhistischen Lehrer und Mentor unseres Trainers Jörg Roth, zur Verfügung gestellt wurde.<span id="more-3076"></span><br />
Shi Yan Cheng praktiziert seit 1969 lernend und lehrend Chan, Daoyin Shu und Gongfu. Als Chan-Mönch der 34. Shaolin Generation leitet er die Eremitage im Bambushain, das erste und einzige Zentrum für Shaolin Caodong Chan. Shi Yan Cheng ist der erste Europäer der offiziell im Auftrag vom Muttertempel, eigene Schüler als Mitglieder der 35. Generation von Shaolin benennen darf.<br />
Und nun möchten wir das Wort an ihn selbst übergeben. Viel Freude mit dem Buddhadharma</p>
<h3>Zusammenfassung der Lehre vom Buddha</h3>
<p><a href="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3079" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02.jpg" alt="2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02" width="199" height="200" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02.jpg 497w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02-150x150.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02-298x300.jpg 298w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-02-120x120.jpg 120w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" /></a>Die Lehre vom Buddha, auch Buddhadharma genannt, ist die Lehre vom So-Sein und weder Religion noch Philosophie, sondern eine Wirklichkeitslehre. Als Religion fehlen ihr drei Grundbegriffe als letzte erklärende Werte: der Gottes-, Glaubens- und Seelenbegriff. Sie ist keine Philosophie, denn sie leitet zur Aufhebung, zur Überwindung des diskursiven Denkprozesses an.<br />
Der Buddhadharma ist wissenschaftliche Erforschung der Gesetzmäßigkeit menschlicher Natur auf ethischer Grundlage durch die Mittel der Sinnen-Disziplin, des Klar-Bewusstseins und der besonderen Arbeitsmethode der Kontemplation.</p>
<h3>Die Grundlagen der Lehre</h3>
<p>Die Lehre vom Buddha beruht auf einer tiefgreifenden Analyse der Welt und ihrer Gesetzmäßigkeit und zeigt einen sich daraus ergebenden Weg zur Aufhebung des Leidens im Leben des Einzelnen durch rechte Erkenntnis und rechtes Handeln. Der Buddha sagt:<br />
Eines nur zeige ich immer wieder: Das Leiden, die Entstehung des Leidens, die Aufhebung, des Leidens und den zur Aufhebung des Leidens führenden Weg.<br />
Das sind die Vier Edlen Wahrheiten im Buddha-Dharma. Als Ursache des Leidens nennt er das Nicht-Wissen, aus dem Gier, Hass und wahnvolles (nicht wirklichkeitsgemäßes) Denken entstehen. Sie bewirken ein Haften an falschen Vorstellungen, das immer zu Leiden führen muss. Unter diesem Gesichtspunkt müssen alle Schriften verstanden werden. Leiden ist hierbei nicht eng zu sehen. Auch Freude ist ein Leiden im Sinne von positiv empfundenem Erleiden von Sinneseindrücken.<br />
Der Kern der Lehre vom Buddha enthält keine metaphysischen Spekulationen, Glaubenshaltungen oder Gottesvorstellungen. Sie werden respektiert und geduldet, solange sie dem Menschen noch eine Hilfe sind. Um spekulative Missdeutungen seiner Lehre zu vermeiden, gab der Buddha den Kalamas folgende Weisung:<br />
Richtet euch nicht nach Hörensagen, nicht nach landläufigen Meinungen und Autorität von (heiligen) Schriften, nicht nach Spekulationen und Schlussfolgerungen, nicht nach sinnfälligen Theorien und liebgewordenen Ideen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge und nicht nach der Autorität des Meisters! Wenn ihr vielmehr selber erkennt: „Diese Dinge sind unheilsam, verwerflich, werden von Verständigen getadelt, führen, wenn verwirklicht, zu Unheil und Leiden“ – dann sollt ihr sie ablehnen &#8230; und wenn ihr selber erkennt: „Diese Dinge sind heilsam, annehmbar &#8230;“ dann solltet ihr sie euch zu eigen machen.</p>
<h3>Die grundlegenden Erkenntnisse</h3>
<p>Alles Geschehen und alle Erscheinungen sind das Ergebnis eines ständigen dynamischen Prozesses und deshalb ausnahmslos vergänglich, unbeständig. Ein Anfang und ein Ende dieser Dynamik der Welt sind nicht zu erkennen.<br />
In diesem Geschehen ist kein statisches Ich, keine Seele erkennbar (Anattâ-Lehre).<br />
Alles Geschehen folgt ausnahmslos dem Gesetz von Ursache und Wirkung (paticcasamuppada).<br />
Alles Leben strebt nach Wohlerleben, und auch Menschen sind Wesen, die nach Wohl streben und Wehe meiden. Unter Wohl ist zunächst allgemein das Bewusstwerden angenehmer Empfindungen zu verstehen, die in der Regel aus der Harmonie zwischen dem einzelnen Menschen und der im Augenblick wirksamen Umwelt entstehen.<br />
Das Gesetz von Ursache und Wirkung bestimmt auch den Lebensweg des Menschen. Es ist deshalb entscheidend und wichtig, die inneren und äußeren Bedingungen zu erkennen, zu beachten und danach zu handeln. Das Schicksal des Menschen hängt somit von seinen eigenen richtigen Vorstellungen und dem entsprechenden Handeln ab. Daraus ergibt sich, dass es kein Fremdverschulden und kein stellvertretendes Leiden geben kann.<br />
Im Bewusstwerden entsteht die Welt ausschließlich über den Sinnesorganprozess von Berührung, Wahrnehmung, Empfindung, Bewusstwerden. Hierbei wird auch das Gehirn als Sinnesorgan aufgefasst, das die anderen Sinneseindrücke zu Vorstellungen, Begriffen und Worten ordnet. Diesen Prozess nennt man Geist. Es heißt deshalb im Dhammapada:<br />
Vom Geiste geh&#8217;n die Dinge aus, sind geistgeboren, geistgeführt.<br />
Es gibt drei Umwege zur Erkenntnis: Die Schrift, die Sprache und das Denken. Der direkte Weg ist spontanes Sehen des So-Seins (tathata), das den gesamten Menschen erfasst.</p>
<h3>Die auf den Erkenntnissen beruhenden Weisungen</h3>
<p>Wenn gesagt wird: »Es lebe der Mensch zu seinem Wohl, zu anderer Wohl, zu beider Wohl«, so ist hier ein Wohlstreben gemeint, das keine negativen Folgen haben kann, weil sonst auch das angestrebte beständige Wohl nicht erreichbar ist. Die Befolgung dieser Weisung setzt eine klare Erkenntnis der jeweiligen Situation und die Beherrschung – möglichst die Aufhebung – von Gier, Hass und wahnvollem Denken im handelnden Menschen voraus.<br />
Die hierfür zu übende und einzunehmende menschliche Grundhaltung wird in den Brahma Vihara als Einheit von Güte, Verstehen, Freude, Gleichmut beschrieben.<br />
Das letzte Ziel des Weges ist, in der Welt zu leben, ohne von ihr leidvoll berührt zu werden (Nirvana).<br />
Der beste Weg dorthin – oft wird gesagt der einzige – ist der Weg der Achtsamkeit (satipatthana). Er besteht aus rechter Erkenntnis, rechter Gesinnung, rechter Rede, rechtem Tun, rechtem Lebensunterhalt, rechter Anstrengung, rechter Achtsamkeit, rechter Sammlung. Dieser Weg ist auch als der Achtfache Pfad bekannt.<br />
Die geübte Schulungsmethode ist die Methode des reinen Beobachtens, des intuitiven wortlosen Erkennens, der Meditation.<br />
Rechtes wortloses Erkennen ist zunächst wertfreies Erkennen des So-Seins (tathata) der jeweiligen Situation, des aktuellen Tatbestandes. Erst dann können die Möglichkeiten für richtiges Handeln betrachtet werden. Die Meditation soll zu Klarbewusstwerden führen. Da sie aber beim Anfänger leicht außer Kontrolle geraten und zu Halluzinationen führen kann, soll sie möglichst nicht ohne einen erfahrenen Lehrer intensiv geübt werden.<br />
Im täglichen Leben soll man die permanente Meditation pflegen, »die Achtsamkeit vor sich hertragen«. Das bedeutet z. B., dass man sich übt, nie »in Gedanken« woanders zu sein, sondern die Aufmerksamkeit stets voll bei seinem augenblicklichen Tun, bei seiner augenblicklichen Situation zu halten.<br />
Das Ergebnis ist eine wirklichkeitsgemäße spontane Erkenntnis der jeweils aktuellen Situation (Vipassana, Klarblick) und dadurch richtiges leidfreies Handeln bis zum endgültigen Erlöschen des Bewusst-Werde-Prozesses, den wir als Tod (paranirvana) bezeichnen.<br />
Aus der Eremitage im Bambushain wünsche ich meinem Schüler Heng Qian (Jörg Roth), der Tai Chi Akademie Kaiserslautern und allen Lesern, Frieden und Gutheit.<br />
Von Herz zu Herz,<br />
Shi Yan Cheng</p>
<p><a href="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3080" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03.jpg" alt="2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03" width="193" height="200" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03.jpg 482w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03-144x150.jpg 144w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19-tai-chi-akademie-shi-yan-cheng-03-289x300.jpg 289w" sizes="auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px" /></a></p>
<p>Mit diesem Gruß möchten wir den heutigen Blog Abschliessen.<br />
Wir bedanken uns recht herzlich bei Shi Yan Cheng für diesen lehrreichen und anregenden Text und möchten nun von dir wissen, was die Zeilen bei dir ausgelöst haben. Schreib uns einfach, welche Fragen zu diesem Thema dich schon lange umtreiben oder gerade in dir aufgestiegen sind. Jörg Roth wird diese dann an seinen Mentor weiterleiten und gemeinsam mit Ihm beantworten.<br />
Wie immer freuen wir uns über Mails, Kommentare und das Teilen dieses Beitrags.</p>
<p>Bis zum nächsten mal</p>
<p>Dein Team der<br />
Tai Chi Akademie Kaiserslautern</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Ein ganz besonderer Tag an der Beilsteinschule Kaiserslautern</title>
		<link>https://www.tai-chi-akademie.de/ein-ganz-besonderer-tag-der-beilsteinschule-kaiserslautern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2014 12:00:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herzlich Willkommen zu unserem dieswöchigen Blogeintrag. Heute möchten wir mit Dir einige ganz persönliche Erlebnisse aus unserem &#8222;WAS ANDERE KÖNNEN &#8211; MACHEN WIR AUCH!“ &#8211; Projekt teilen. Am 25.11.2014 konnten wir den teilnehmenden Kindern der Schule für ganzheitliche Förderung am Beilstein in Kaiserslautern ein besonderes Erlebnis ermöglichen. Da unser Projektleiter, Jörg Roth, seit einem Jahr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlich Willkommen zu unserem dieswöchigen Blogeintrag.<br />
Heute möchten wir mit Dir einige ganz persönliche Erlebnisse aus unserem &#8222;WAS ANDERE KÖNNEN &#8211; MACHEN WIR AUCH!“ &#8211; Projekt teilen.<span id="more-3024"></span></p>
<p>Am 25.11.2014 konnten wir den teilnehmenden Kindern der Schule für ganzheitliche Förderung am Beilstein in Kaiserslautern ein besonderes Erlebnis ermöglichen. Da unser Projektleiter, Jörg Roth, seit einem Jahr jeden Dienstag Morgen von 9 &#8211; 11 Uhr, mit den Kindern Kung Fu trainiert, durften die Schüler nun ihr Können unter der Aufsicht eines Chinesischen Shaolin-Kung Fu und Wu Shu-Meisters unter Beweis stellen.<br />
Der nun folgende Text wurde uns von den teilnehmenden Lehrkräften der Beilsteinschule zur Verfügung gestellt.<br />
Seit Oktober 2013 sind ca. 20 Schüler der Mittel- und Oberstufe der Schule am Beilstein Teilnehmer einer Kung Fu-Gruppe. Diese Gruppe wird geleitet und trainiert von Jörg Roth von der Tai-Chi-Akademie Kaiserslautern. Am Dienstag, den 25.11.2014, bekam die Gruppe Besuch von Shi Yan Rui, einem chinesischen Shaolin Meister und Leiter des Shaolinzentrums Bielefeld. Schon im Vorfeld wurde der Shaolin Meister mit großer Spannung erwartet. Alle Schüler trugen stolz ihre von der Tai-Chi-Akademie gespendeten Trainings T-Shirts.<br />
Die Schüler nahmen mit riesiger Begeisterung an diesem außergewöhnlichen Training teil. Mit viel Ehrgeiz, Konzentration und Freude zeigten sie dem Shaolin Meister ihr Können. Alle gaben ihr Bestes! Wir bedanken uns bei Jörg Roth der diese Kung Fu-Gruppe ins Leben rief. Von Beginn an leitete er, unterstützt von Joshua Bold und Kay Krob, das Training. Das Team arbeitet rein ehrenamtlich, mit phantastischem Engagement und viel Herzblut. Dieses Erlebnis wird den Schülern noch lange in Erinnerung bleiben.</p>
<p>Und was war nun die Meinung der Kinder selbst? Wir haben hier einige Originalzitate festgehalten:</p>
<ul>
<li>Der Meister hat mit den Schülern geübt. Das war toll.</li>
<li>Hammergeil und spitzenmäßig!</li>
<li>Der Meister ist gelenkig, da bekommt man starke Muskeln. Wenn man jeden Tag auch zu Hause fleißig übt und sich anstrengt, dann bekommt man auch so Muskeln.</li>
<li>Mir hat am besten gefallen, wie der Meister Tricks gemacht hat.</li>
</ul>
<div id="attachment_3034" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3034" class="size-full wp-image-3034" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_03.jpg" alt="Shi Yan Rui und eine sonst sehr schüchterne Schülerin der Beilsteinschule." width="1200" height="800" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_03.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_03-150x100.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_03-300x200.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_03-1024x682.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_03-624x416.jpg 624w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_03-120x80.jpg 120w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-3034" class="wp-caption-text">Shi Yan Rui und eine sonst sehr schüchterne Schülerin der Beilsteinschule.</p></div>
<p>Was uns nach diesem Training ganz besonders interessierte, war natürlich die Meinung unseres hohen Gastes. Meister Shi Yan Rui ist der Leiter des Shaolin Kulturzentrums in Bielefeld. Er besuchte die Beilsteinschule im weit entfernten Kaiserslautern völlig unentgeltlich, um zu erleben, was sein langjähriger Freund, Jörg Roth, mit den Kindern erreichen konnte. Wir haben ihn zutiefst berührt und von der Leidenschaft der Kinder gepackt erlebt. Doch nun soll er selbst zu Wort kommen. Die nun folgenden Sätze hat er unserem Jörg gesendet um sie hier zu veröffentlichen:</p>
<p>Der Besuch bei euch hat mich sehr berührt und beeindruckt. Ich habe den allerhöchsten Respekt vor eurer Arbeit. Es war ein besonderes Erlebniss für mich und ich finde es bewundernswert wie Jörg den Buddhismus in den Alltag einbringt. Wirklich aussergewöhnlich für jemanden der kein Mönch ist und sein ganzes Leben nicht im Kloster verbracht hat. Ich bin dankbar das Training mit den Beilstein-Kindern erlebt zu haben und werde versuchen ein solches Projekt auch in Bielefeld zu verwirklichen. Herzlichst Shi Yan Rui</p>
<p>Der Shifu hat seinen Worten schon Taten folgen lassen und steht nun in Verbindung mit einer Fördereinrichtung in Bielefeld. Wenn also alles glatt geht und die Bedenken der Schulleitung dort ausgeräumt werden können, wird es auch dort schon bald ein Training nach unserem Vorbild geben. Wenn du mehr über Shi Yan Rui und das Shaolin Kulturzentrum Bielefeld wissen möchtest, schau einfach mal auf seiner Webseite vorbei <a title="Shaolin Kulturzentrum" href="http://www.shaolinkulturzentrum.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.shaolinkulturzentrum.de</a></p>
<div id="attachment_3035" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3035" class="size-full wp-image-3035" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_01.jpg" alt="Nach einem Jahr sind einige der Kids in vieler Hinsicht über sich hinaus gewachsen." width="1200" height="800" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_01.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_01-150x100.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_01-300x200.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_01-1024x682.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_01-624x416.jpg 624w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_01-120x80.jpg 120w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-3035" class="wp-caption-text">Nach einem Jahr sind einige der Kids in vieler Hinsicht über sich hinaus gewachsen.</p></div>
<p>Auch Meister Adelino Rondalli, der Leiter der Tai Chi Akademie Kaiserslautern besuchte das Training am 25.11. So hat er diesen Dienstag Morgen mit den Kinder erlebt:<br />
Als Unangemeldeter und als Zaungast Auftretender konnte ich mich mit einigen der Eltern und Verwandten unterhalten, die auch ganz selbstverständlich über die Kinder und deren Problematik mit mir sprachen. Immer wieder war zu hören: &#8218;Schauen Sie doch mal, wie der/die das macht&#8216; oder, &#8218;Das kann ich gar nicht glauben&#8216; und &#8218;Sehen Sie doch mal wie brav und gehorsam die alle sind&#8216; ,&#8217;Die strengen sich ja richtig an und Spaß macht es ihnen auch noch&#8216;. &#8218;Ja. Komisch, gell&#8216;, war meine erste mit einem Grinsen verbundene Antwort.<br />
Ein Lehrer, hier unser Jörg, muss zuallererst ein Motivator sein, der andere überzeugt mit dem was er macht, was er sagt und was er lebt. Kinder auch mal etwas ausprobieren zu lassen, ist wichtig. Sie sind meistens selbst überracht über ihr Können, wenn sie nur dürfen. Alle Anwesenden waren tief beeindruckt und wünschten uns weiterhin, so viel Energie aufzubringen und dadurch so viel Freude zu bereiten. Ebenso wie unser einwöchiges Seminar mit ADHS Kindern gibt uns der Erfolg dieses Unterrichts Mut, weiter mit sogenannten &#8222;schweren Kindern&#8220; zu arbeiten.</p>
<p>Alles Gute, Adelino Rondalli</p>
<div id="attachment_3033" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3033" class="size-full wp-image-3033" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_02.jpg" alt="Jörg Roth und seine Schüler sind ein starkes Team geworden." width="1200" height="832" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_02.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_02-150x104.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_02-300x208.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_02-1024x709.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/12/tai-chi-akademie-kaiserslautern_kung-fu-beilstein_02-624x432.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-3033" class="wp-caption-text">Jörg Roth und seine Schüler sind ein starkes Team geworden.</p></div>
<p>Nun haben wir noch ein bisschen Platz für ein kurzes Statement von Jörg Roth:<br />
<em>&#8222;Ich bin sehr froh, dass wir innerhalb eines Jahres so große Fortschritte machen konnten. Ich bin dankbar für jede einzelne Minute an der Beilsteinschule. Die Kinder geben mir das Gefühl, dass, ich mich mit meinem Denken und Wirken auf dem richtigen Weg befinde. Durch ihre Begeisterung und ihre ganz eigene Art in dieser Welt zurecht zu kommen, konnte ich sehr viel über mich selbst lernen. Ich freue mich auf das nächste Training.&#8220;</em></p>
<p>So wir sind am Ende dieses Blogs angelangt. Wir danken der Beilsteinschule und allen Unterstützer für ihr Vertrauen. Besonderer Dank gebührt den Lehrkräften, der Schulleitung und den fleißigen Schülern der Förderschule am Beilstein.<br />
Wenn Du fragen zu unserem Projekt hast, melde dich einfach unter<br />
<a title="Kontakt" href="https://www.tai-chi-akademie.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener">Kontakt</a>&nbsp;und falls Du unsere Vereinsarbeit unterstützen möchtest, gibt es nun auch die Möglichkeit das Projekt mit einer Spende zu unterstützen.</p>
<p>IBAN: DE 75 54050110 0000 394494<br />
BIC: MALADE51KLS<br />
Verwendungszweck: SPENDE / WAS ANDERE KÖNNEN &#8211; MACHEN WIR AUCH!</p>
<p>Vielen Dank für Dein Interesse und frohe Weihnachtstage!<br />
Es bedankt sich das Team der Tai Chi Akademie Kaiserslautern</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Shaolin Tempel, Provinz Henan/China</title>
		<link>https://www.tai-chi-akademie.de/shaolin-tempel-provinz-henanchina/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frankheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2014 12:00:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tagebuch von Jörg Roth &#8211; 12. April 2013 Der Wecker klingelt um 4.30 Uhr. Das ist wirklich nicht meine Zeit. Ein weiser Mann hat mal zu mir gesagt, der Tagesablauf eines Musikers sollte folgender Maßen sein. Einstellig zu Bett gehen und zweistellig aufstehen! Aber das ist hier wohl nicht möglich, sonst würde ich sogar das erste [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tagebuch von Jörg Roth &#8211; 12. April 2013</p>
<p>Der Wecker klingelt um 4.30 Uhr.<br />
Das ist wirklich nicht meine Zeit. Ein weiser Mann hat mal zu mir gesagt, der Tagesablauf eines Musikers sollte folgender Maßen sein.<br />
Einstellig zu Bett gehen und zweistellig aufstehen!<span id="more-2046"></span><br />
Aber das ist hier wohl nicht möglich, sonst würde ich sogar das erste Training verschlafen.<br />
Also raus aus den Federn und die geplagten Beine davon überzeugen, dass sie auch am 5. Trainingstag noch meine 72 Kilo zu tragen haben. Jedoch habe ich mittlerweile das Gefühl, dass meine Beine selbst 72 Kilo wiegen.<br />
Kurze Zeit später treffe ich Adele im Gang unseres Gästehauses. Sie sieht fitter aus als ich, verdammt!<br />
Naja, was soll´s!  Es wird schon langsam knapp, also sputen wir uns den Berg hinunter zum Tempel.<br />
Wir kommen dieses mal wirklich knapp, gegen 5 vor 5 Uhr an der Zeremoniehalle an und ziehen fast im gehen unsere braunen Leihenroben an. Ein freundlicher Mönch zeigt uns unsere Plätze und schon beginnt der erste Glockenschlag.<br />
Der Innenraum der Buddhahalle ist mit Kerzen beleuchtet, was den darin befindlichen Statuen der Buddhas und Bodhisattvas etwas wirklich magisches verleiht. Zusammen mit den dumpfen, basslastigen Schlägen des riesigen Holzfisches, den Glocken, Rahmentrommeln, der ca. 50 cm hohen und fast 80 cm breiten Klangschale sowie den Stimmen der Mönche wird ein unbeschreibliches Gefühl im Herzen geweckt. Das Gefühl von wirklichem inneren Frieden.<br />
Ich könnte Stunden hier sitzen und zuhören. Einige der Lieder kenne ich aus dem Tempel in Berlin, aber viele unterscheiden sich oder haben komplett andere Melodien.<br />
Nach einer dreiviertel Stunde kleiner Wunder, gehen wir zurück zu unserer Unterkunft auf dem gegenüberliegenden Hügel des Tempels und nach einer heißen Dusche gehe ich in den Frühstücksraum. Dort gibt es wie fast jeden Morgen, Eier, gebratenes Gemüse und eine Art Dampfnudel als Brötchen. Ich finde die Dinger unglaublich lecker und werde sie wohl in Deutschland vermissen.<br />
Dann ist es auch schon 8 Uhr vorbei und wir laufen den wohl bekannten Weg zum Seiteneingang des Tempels hinunter.<br />
Dort herrscht schon wieder reger Tourie-Betrieb, obwohl die mittleren Hallen erst um 9 Uhr für die Besucher geöffnet werden.<br />
Im Training stelle ich langsam fest, dass der Tempelhügel, den wir zum aufwärmen rauf und runter laufen müssen, mit jedem Tag steiler zu werden scheint. Außerdem, macht mir meine Zerrung sehr zu schaffen.<br />
Aber Augen zu und durch, nach einer halben Stunde aufwärmen und dehnen, beginnen wir wieder mit den alltäglichen Grundtechniken. Hierbei habe ich es heute sogar geschafft, dass unser Meister kurz ungehalten wurde, was durch einen scharfen Blick und eine fordernde Handgeste in Erscheinung trat.</p>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Aber verdammt noch mal, 2 Minuten in der Brücke stehen und dabei nicht zusammenbrechen ist nun mal für jemanden, der so beweglich ist wie ein Kantholz, echt anstrengend. Als mir die Arme eingebrochen sind und ich mit dem Kopf voraus wie ein Sack zu Boden gegangen bin, hatte ich nicht mal die Zeit mich zu sortieren, als schon das ungehaltene Zischen neben mir zu hören war.</span></p>
<p>Also eins ist sicher, Fußballer hätten hier im Temple keinen Spaß, ein ewiges hin und her rollen und jammern während dem Spiel würde hier eher belächelt als mit Mitleid belohnt.<br />
Anschließend beginnt das Formtraining und um 11 Uhr sind schon zwei Herausforderungen gemeistert. Aufstehen und das erste Training.<br />
Wir gehen also in den öffentlichen Essbereich des Tempels und schauen was es heute leckeres gibt.<br />
Dort wird mir wieder eins klar. Chinesisch ist eine merkwürdige Sprache und ohne Adele und ihre Kenntnisse darin, wäre ich hier wie ein Fisch auf dem trockenen.<br />
Als wir uns eine Suppe bestellen, bekommen wir auf einmal eine Dose Zucker auf den Tisch gestellt. Warum?<br />
Ganz einfach das Wort für Suppe ist TANG und das Wort für Zucker auch, aber mit einer anderen Betonung auf dem A. Echt klasse.</p>
<div id="attachment_2047" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2047" class="size-full wp-image-2047" alt="Nach dem Mittagessen kann man auf den Stufen der Dharmahalle am besten Sonne tanken." src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels.jpg" width="1200" height="675" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels-150x84.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels-300x168.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels-1024x576.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Ausruhen-auf-den-Stufen-des-Shaolin-Tempels-624x351.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2047" class="wp-caption-text">Nach dem Mittagessen kann man auf den Stufen der Dharmahalle am besten Sonne tanken.</p></div>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Nachdem Essen nutzen wir die freie Zeit bis 14 Uhr und legen uns auf dem Stufen der Dharmahalle in die Sonne. Es ist heute verdammt warm geworden und mir graust es fast vor dem Training.</span><br />
Und dann beginnt es auch schon:<br />
Der Tempelhügel ist in der Mittagshitze bei ca 30 Grad, wirklich ein erstzunehmender Gegner, zusammen mit meinem Muskelkater und der Verletzung wird er heute zu meinem erklärten Erzfeind.<br />
Ziemlich kläglich jammernd überlebe ich aber auch dieses mal das Aufwärmtraining und darf endlich wieder mit meiner geliebten Hellebarde tanzen, auch wenn ich langsam das Gefühl habe, dass sie die 7 Kg lange hinter sich gelassen hat und mittlerweile mindestens 10 Kg wiegt.<br />
Spannend finde ich aber, dass ich mir anscheinend eine sehr exotische Kampfform herausgesucht habe, denn der ganze Tempel besitzt nur ein Exemplar dieser wundervollen Waffe und sehr viele der Mönche finden es sehr spannend, dass ein Typ wie ich die Guan Dao lernt. An mein Erscheinungsbild haben sie sich ja langsam schon gewöhnt, aber dieses Metallmonster ist immer noch eine Sensation.</p>
<div id="attachment_2048" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2048" class="size-full wp-image-2048" alt="Die Trainingshalle des Shaolin Tempels in China, ist in sehr schlechtem Zustand, aber man fühlt sich wie beim Underdog Training in den alten Rocky-Filmen, was unglaublich Motivation spendet." src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China.jpg" width="1200" height="900" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China-150x112.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China-300x225.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China-1024x768.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/In-der-Trainingshalle-des-Shaolintempel-China-624x468.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2048" class="wp-caption-text">Die Trainingshalle des Shaolin Tempels in China, ist in sehr schlechtem Zustand, aber man fühlt sich wie beim Underdog Training in den alten Rocky-Filmen, was unglaublich Motivation spendet.</p></div>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Nach dem Training geht unser Meister mit uns zum neben dem Tempel gelegenen Shaolin-Kultur-Zentrum für Touristen. Es ist hier wie Disneyland, aber ich bin wirklich froh, dass diese Tourieunterhaltung hier angeboten wird und nicht nebenan im echten Tempel.</span><br />
Wir sind aber hierher gekommen, da uns unser Meister Da Zhi eine Shaolin Show für die Touristen zeigen möchte. Im Tempel selbst gibt es so etwas nicht und die hier auftretenden Jungs, sind auch keine Mönche sondern Schüler der angrenzenden WU Shu Schule.<br />
Dank Da Zhi müssen wir uns nicht anstellen sondern kommen mal wieder durch den Seiteneingang rein und somit haben wir noch bevor die Schlange der Besucher eintritt, die besten Plätze für die Show. Vitamin B ist eben schon was tolles.<br />
Was man von der Show nicht behaupten kann, gezeigt wird der Standart einer Shaolin WuSHU Akrobatikshow ausgeführt von mittelmäßigen Sportlern. Zu deutsch, das war die schlechteste Kung Fu Show die ich je gesehen hab.<br />
Da Zhi und Adele sind der gleichen Meinung. Aber was soll´s. Irgendwie ist es auch aufbauend, dass die Jungs nicht wirklich besser waren als wir selbst, aber als die ganz tollen dargestellt, die Masse begeistern konnten. Das spornt doch an.</p>
<div id="attachment_2049" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2049" class="size-full wp-image-2049" alt="Besonders Abends ist dies ein Wundervoller Ort zum ausspannen. In den Häuser rings um werden über Tag Souvenirs an die Touristen verkauft. Abends ist hier niemand mehr" src="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk.jpg" width="1200" height="762" srcset="https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk.jpg 1200w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk-150x95.jpg 150w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk-300x190.jpg 300w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk-1024x650.jpg 1024w, https://www.tai-chi-akademie.de/wp-content/uploads/2014/02/Eingangstor-zum-Shaolin-Tempel-Bezirk-624x396.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-2049" class="wp-caption-text">Besonders Abends ist dies ein Wundervoller Ort zum ausspannen. In den Häuser rings um werden über Tag Souvenirs an die Touristen verkauft. Abends ist hier niemand mehr</p></div>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Nun ist es fast 19 Uhr vorbei und wir beenden den Abend mit Qi Gong im Sonnenuntergang und scharf gebratenen Maiskolben.</span><br />
Um 21 Uhr liege ich ziemlich platt im Bett und schreibe diesen Text.<br />
Ich bin gespannt was der morgige Tag so an Überraschungen für uns bereit hält.<br />
Jörg Roth</p>
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