Große Leistungen, erfordern viel Disziplin. (Aufgenommen im Shaolin Tempel/China)

Disziplin im Kampfkunsttraining

Hier ist wieder Jörg Roth aus dem Trainerteam der Tai Chi Akademie Kaiserslautern.
Ich möchte diese Woche auf ein für mich sehr wichtiges Thema eingehen.

Wie viel Disziplin ist im Kampfkunstunterricht nötig?
Disziplin. Für mich beinhaltet dieser Begriff gleich zwei Tugenden die wir in der Tai Chi Akademie von allen unseren Schülern verlangen.

  1. bedachter Gehorsam
  2. Selbstbeherrschung
Aktives Kampftraining in der Tai Chi Akademie Kaiserslautern.

Aktives Kampftraining in der Tai Chi Akademie Kaiserslautern.

Diese zwei Grundpfeiler sind meiner Meinung nach Voraussetzung zum erfolgreichen Studium der Kampfkünste und unabdingbarer Teil davon. Ich kann ich es zum Beispiel nicht mit meiner Gesinnung und Moral vereinbaren, einen disziplinlosen und unbeherrschten Menschen Techniken zu lehren, welche für ihn oder seine Mitmenschen gefährlich sein können. Als Trainer fühle ich mich schließlich für meine Schüler verantwortlich und vertraue darauf, dass sie das Wissen, das wir an sie weitergeben, nicht missbrauchen. Auch während des Trainings ist Disziplin unglaublich wichtig. In unseren Trainingsstunden gehört das Üben des aktiven Kampfes sowie das Erlenen von speziellen Verteidigungstechniken zum normalen Ablauf. Man stelle sich nun vor, wie viele Verletzungen wir riskieren würden, wenn wir bei einem solchen Training weder Gehorsam noch Selbstbeherrschung verlangen würden. Aus diesen Gründen muss auch das Wort des Meister und seiner unterrichtenden Gehilfen stets geachtet werden. Auch wenn dies niemals mit blindem Gehorsam verwechselt werden darf. Im Gegenteil. Ich finde Hinterfragen immer gut, da es von Aufmerksamkeit zeugt. Grundsätzliches Verweigern oder sofortiges Jammern sobald es mal anstrengend wird, zeugt hingegen von Ziel- und Disziplinlosigkeit. Dennoch erwarte ich, dass ein Schüler, der Teil unserer Akademie ist, so viel Vertrauen in unser Trainerteam hat, dass ausufernde Diskussionen oder gar ein verweigern unserer Anweisungen nicht vorkommen sollten. Das Maß ist hier, denke ich, wie auch im ganzen restlichen Leben, der gesunde Menschenverstand. Ein Ausbilder sagte mal zu mir: “Wenn du im Leben irgendetwas tust, das komplett bescheuert wirken würde, wenn du einen anderen Menschen dabei beobachten würdest, lass es!”

In China üben die Schüler 3 mal am Tag, bei Wind und Wetter im Freien. (aufgenommen in Dengfeng/China)

In China üben die Schüler 3 mal am Tag, bei Wind und Wetter im Freien. (aufgenommen in Dengfeng/China)

Ich hoffe ich konnte Dich ein wenig zum Nachdenken anregen. Ich bin davon überzeugt, dass Disziplin im ganzen Leben unabdingbar ist. Wer disziplinlos und ohne Verantwortung handelt, wird stets mit Leid konfrontiert werden. ( z.B. im Straßenverkehr oder im Berufsleben )
Also öfter mal die Zähne zusammenbeißen und den modernen Larifari-Erziehungsweg hinter sich lassen. Respekt vor Älteren, Lehrern, Eltern und allen anderen Mitmenschen ist wichtig für ein harmonisches Zusammenleben und der leichte Weg ist meistens nicht der Beste. Für mich ist so manches alte Sprichwort heute wichtiger denn je, z.B.:

“Ohne Fleiß kein Preis!

oder

“Was du nicht willst das man dir tu’ das füg’ auch keinem andern zu!”

Alles Gute,
Jörg Roth

Wie sind Deine Erfahrungen damit? Lass es uns wissen, wir freuen uns über Kommentare und das Teilen dieses kleinen Textes.

Bis zum nächsten Mal,
dein Team der Tai Chi Akademie Kaiserslautern

2 Kommentare
  1. Steffi Steffi
    Steffi Steffi sagte:

    ich finde es auch voll wichtig mann mus auf jedenfall Diziplin haben ich übe ja bei mir daheim und ich sage ihnen etwas was ich gelernt habe wennn ich daran geglaubt habe durchgehalten habe trotz schmerzen beim dehnen und üben ich kann jetzt wieder sachen die früher unmöglich wahren hoffentlich siet mann sich irknetwann in Kaiserslautnern wenn es doch nicht so weit weg wäre

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  2. Yvonn Vol
    Yvonn Vol sagte:

    Ich finde es sehr richtig was du schreibst,finde es teilweise aber schwer es zu vermitteln.
    ich selbst unterstütze Kinder beim Training (Judo).
    Aber weil ich auch noch eine 2 jährige Tochter habe,finde ich parallelen und kann es teilweise übertragen.
    Ich denke diese “Lebensweisheiten” werden einem auch erst im Laufe des Lebens wirklich bewusst,was sie bedeuten und wie wahr sie sind.

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