Unser Qi Gong Kurs hat ein neues zu Hause

Hallo zusammen, 

heute möchten wir Euch unseren neuen Qi Gong Kurs vorstellen. Wir laden euch ein, gemeinsam mit uns abzuschalten und die sanften Übungen des traditionellen Qi Gong zu genießen. 
Der Kurs findet jeden Dienstag um 20 Uhr, in der Turnhalle der Bännjerrück Schule statt. 
Unser Kursleiter Jörg Roth und seine Assistentin Lena Clesen freuen sich auf euren Besuch.

 

Ein Probetraining ist jederzeit nach Anmeldung möglich, nutzt hierzu einfach das Kontaktformular auf dieser Webseite.

 

Alles Gute und viel Licht.

Euer Team der

Tai Chi Akademie Kaiserslautern e.V.

Anhalten in unserer schnellen Welt

 
Hallo Zusammen, 
 
wir haben mal wieder einen Blogeintrag für euch. 
 
Im Sommer hielt unser Großmeister Adelino Rondalli mit der Unterstützung von Jörg Roth einen Tai Chi und Qi Gong Kurs im Japanischen Garten Kaiserslautern. 
 
Im Rahmen dieses Kurses wurden die beiden Leiter des Kurses von der Rheinpfalz Kaiserslautern (Tageszeitung) zum Thema Tai Chi und Qi Gong ausgefragt. Das Interview leitete Frau Friederike Jung, es wurde am 19.07.2017 abgedruckt und nun für uns freigegeben. 
 
Wir wünschen euch viel Freude mit dem Interview:
 
„ANHALTEN IN UNSERER SCHNELLEN WELT“
 

jeden Mittwoch Morgen trafen wir uns um 9 Uhr in diesem wundervollen Ambiente

 
Der Japanische Garten in Kaiserslautern ist die ideale Kulisse, eine Reise in die Welt der fernöstlicher Übungen zu unternehmen. 13 Frauen haben sie angetreten, um sich in einem sechswöchigen Kurs mit Qi Gong, Tai Chi Chuan und Meditation vertraut zu machen.  Ihre Lehrer sind Großmeister Adelino Rondali und Übungsleiter Jörg Roth, die beide an der Tai Chi Akademie Kaiserslautern unterrichten. In einem Interview geben sie Einblick in die chinesischen Meditations- und Bewegungsformen.
 
 
Was darf man unter Qi Gong und Tai Chi Chuan verstehen?
 
Adelino Rondalli: Qi Gong bedeutet Arbeit für oder mit der Energie. Sie stammt aus der alten Tradition des TCM. Das gilt auch für Tai Chi Chuan. Der Name Tai Chi Chuan bedeutet, das höchste Prinzip der Faust.
 
Jörg Roth: Das Qi Gong, welches mein Trainingsschwerpunkt ist, teilt sich in bewegte und unbewegte Übungen. Bei diesem Training wird mit der Vorstellungskraft und speziellen Atemtechniken gearbeitet. Der Atem ist in der chinesischen Philosophie gleichgesetzt mit der  Energie. Schon einfachste Übungen gehen vom Atem aus. Erfahrene Praktizierende benutzen beim Üben die umgekehrte Bauchatmung. Bei dieser Technik erlangt man die Fähigkeit sehr tief ins Becken zu atmen . Tai Chi Chuan und Qi Gong sind beides Kampfkunstarten. Der Unterschied zwischen Kampfkunst und Kampfsport liegt darin, dass es bei Kampfkünsten nicht um sportlichen Wettbewerb, sondern um die persönliche Entwicklung und das Perfektionieren der Übungen geht.
 
 
Was ist für Qi Gong charakteristisch?
 
Jörg Roth: Die Arbeit mit der Lebensenergie. Das Prinzip beruht darauf, dass jeder Mensch bei seiner Geburt eine bestimmte Menge an Grundenergie mitbekommt, die sich im Laufe des Lebens verbraucht. Um diesen Verbrauch zu verlangsamen, nehmen wir mit Qi Gong nutzbare Energie aus der Umgebung auf. Auf diese Weise schützen wir die Grundenergie.
 
 
Gibt es eine Verbindung zu Tai Chi Chuan?
 
Jörg Roth: Kung Fu,  Tai Chi Chuan und Qi Gong sind Grundpfeiler einer Lehre und lassen sich nicht voneinander trennen. Die Bewegungen sind oft ähnlich, unterscheiden sich aber in der Dynamik, mit der sie ausgeführt werden und darin, worauf das Augenmerk gelegt wird.
 
 
Was unterscheidet die beiden Kampfkunstarten von Meditation, die Sie ja auch im Kurs unterrichten?
 
Adelino Rondalli: Die Meditation geht mehr in den spirituellen Bereich und setzt dadurch noch mal einen anderen Akzent – wobei auch hier die Grenzen zu Tai Chi und Qi Gong fließend sind. Ziel ist es, die Gedanken zu beruhigen und den Kopf still werden zu lassen. Bei Qi Gong und Tai Chi Chuan finden dagegen bewusste Bewegungsformen statt, bei denen die Abfolge vorgegeben ist. Die Meditation ist etwas individuelles.
 
Jörg Roth: Meditation bedeutet für mich ein Anhalten unserer schnellen Welt. Ich trete dabei in einen inneren Dialog mit mir selbst, ohne jedoch die Gedanken zu kontrollieren. Ich lasse sie frei fließen. Gedanken sollen wie Wolken sein. Sie kommen und gehen. Die Stille finde ich zwischen den Gedankensträngen. Sie ist wie der blaue Himmel neben den Wolken, den ich bewusst wahrnehmen kann. Irgendwann verlor ich beim Üben das Interesse an den Wolken und erlebe somit Freiheit und Stille.
 
 
Erzählen Sie etwas zum Ablauf des Kurses. Was genau passiert beim Training?
 
Jörg Roth: An dem Kurs nehmen 13 Frauen teil. Das ist eine Größe, mit der es sich gut arbeiten lässt. Wir treffen uns um 8.30 Uhr im Zen-Garten und nehmen uns erst einmal Zeit, um anzukommen und den Alltag draußen zu lassen. Dazu gehört z.B. das Vorlesen einer kurzen Geschichte. Meist geht es um Lebenssituationen, die jeder kennt.
 
Adelino Rondalli: Im Anschluss folgt das eigentliche Training.  Wir leiten die Teilnehmerinnen an, korrigieren ihre Haltung und fragen, was sie bei den einzelnen Übungen spüren. Denn nur darauf kommt es an. Unser Ziel ist es, die Grundsysteme der Meditation und der beiden Kampfkünste Tai Chi Chuan und Qi Gong erlebbar und nutzbar zu machen.
 
 
Welche Effekte haben die Übungen auf das Wohlbefinden?
 
Adelino Rondalli: Alle drei Übungsformen sind traditionelle Systeme, die den Körper und den Geist ganzheitlich stärken. Sie bringen ihn in Balance und unterstützen die Selbstheilungskräfte. Außerdem geben sie mehr Selbstsicherheit und helfen, neue Energien schöpfen.
 
Jörg Roth: Menschen, die sich mit diesen Lehren auseinandersetzen, werden achtsamer, sich selbst und ihrer Umwelt gegenüber. Sie erkennen, dass sie sich zuerst um sich selbst kümmern müssen, um anderen nützlich zu sein.
 

der japanische Garten Kaiserslautern ermöglichte uns sogar eine Morgenmeditation im Teehaus des Parks.

 
Sind die Wirkungen wissenschaftlich nachgewiesen?
 
Adelino Rondalli: Bildgebende Verfahren haben gezeigt, dass tägliches meditieren die Gehirnströme verändert. Es werden Areale angesprochen, die sonst nicht genutzt werden. Außerdem wirken sich alle drei Übungsformen positiv auf die körperliche und geistige Balance aus. Das Training stärkt die kleine Muskulatur, die wichtig für die korrekte Ausrichtung des Skeletts ist. Davon profitieren auch ältere Leute, bei denen sich nachweislich das Sturzrisiko verringert.
 
Jörg Roth: Wenn der Körper in Balance ist, kommt auch der Geist in Balance. Sowie auch umgekehrt.
 
 
Wie haben die Frauen reagiert, die zum ersten Mal damit in Berührung gekommen sind?
 
Jörg Roth: Für alle war es neu. Sie waren durch die Bank gespannt, was passiert. Durch diese Neugierde fällt es ihnen relativ leicht, sich auf die Übungen einzulassen und darüber zu reden, was sie dabei spüren. Dies ist auch für die Lehrer sehr interessant, da ihnen jeder Schüler neue Aspekte aufzeigt. Jeder Mensch ist eben anders.
 
 
Welche Fehler können Anfänger machen?
 
Adelino Rondalli: Anders als in der Schule können und sollen sie alle Fehler machen. Nur wenn sie den Mut zum Unperfekten haben, offen sagen, wie es ihnen bei den Übungen geht und auf den Lehrer vertrauen, kann dieser ihnen weiterhelfen. Nur so kommen sie voran.
 
 
Wirkt sich die Umgebung des Japanischen Gartens auf den Kurs aus?
 
Adelino Rondalli: Ja, er gibt den Menschen die Möglichkeit, den leicht magischen Ort mit den Grundprinzipien der drei Übungsformen zu verbinden. Auch wenn der Garten nur Kulisse ist, unterstützt er die Stimmung, die sich einstellen soll.
 
Jörg Roth: Die Übungen im Zen-Garten, welcher in seinem Aufbau Inseln im Meer darstellt, werden zu etwas Besonderen. Sie bilden ein ganzheitliches Erlebnis von Achtsamkeit.
 
 
Wann sind Sie selbst zu Qi Gong und Tai Chi Chuan gekommen?
 
Adelino Rondalli: Ich selbst bin mit 14 Jahren auf Empfehlung eines Arztes zu Tai Chi gekommen. Anfangs habe ich versucht, die Kampfkunst mit Hilfe eines Buchs zu erlernen. Dieses Vorhaben scheiterte kläglich. Schließlich habe ich jemanden kennengelernt, der mir meinen ersten Einblick ermöglichte. Ich hatte weitere Lehrer, die meinen Weg festigten. An einer Schule in Bern erhielt ich meine ersten Graduierungen.
 
Jörg Roth: Ich war Ende 20 und hatte Herzprobleme, als ich einen Gutschein für Tai Chi geschenkt bekam. Dieser hat mich zur Tai Chi Akademie und Herrn Rondalli geführt. Unter seiner Leitung lerne ich seither die Kämpfkünste Chinas. Nach zwei Jahren Training konnte ich sogar die Medikamente absetzen. Innerhalb der letzten 10 Jahre erlernte ich nicht nur in Kaiserslautern Kung Fu, Tai Chi und Chi Gong, sondern auch im einzigen Shaolin Tempel Deutschlands in Berlin und direkt in China. Dort besuchte ich immer wieder den Shaolin Muttertempel in Henan und wurde Ordensmitglied. Eine weitere Chinareise führte mich in die daoistischen Wu Dang Berge, wo ich Einblick in das Kung Fu und Qi Gong der dortigen Priester erhalten konnte. Mein hauptsächlicher Lehrer ist jedoch Adelino.
 
 
Und wie wird man Großmeister?
 
Adelino Rondalli: Man muss mindestens den 5. Meistergrad erreichen und eigene Schüler zu Meistern ausgebildet haben. Außerdem benötigt man eine Lehrer- und Prüferlaubnis der eigenen Meister. Es ist ein langer Weg aber ich bin sehr froh, ihn erleben zu dürfen.
 

Ankommen und Ruhe finden. Der Zengarten war ein weiterer Trainingsort unserer Gruppe

 
Das Interview wurde durchgeführt und für uns freigegeben von Frau Friederike Jung. 
Wir bedanken uns recht herzlich für die Erlaubnis es online stellen zu dürfen. 
Des Weiteren Bedanken wir uns bei Petra Rosenzweig und dem japanischen Garten Kaiserslautern e.V. 
 
Damit sind wir am Ende unseres heutigen Eintrags angelangt. 
Habt ihr neue Anregungen gefunden oder Fragen an uns? Dann hinterlasst uns gerne einen Kommentar.
 
Bis zum nächsten Mal. 
 
 
Alles Gute, 
Euer Team der Tai Chi Akademie Kaiserslautern

Wenn Sitzen Frieden bringt … Meditation in der Tai Chi Akademie

Herzlich Willkommen zu unserem neuen Blogeintrag.

 

Ein sehr wichtiger Bestandteil der chinesischen Kampfkünste ist die Meditation. Viele Meister beharren auf der Meinung, dass ein Schüler des Kung Fu und Tai chi Chuan niemals die Meisterschaft erlangen wird, wenn er nicht regelmäßig meditiert. In unserem Verein werden die Meditationsübungen, im Rahmen des Qi Gong Unterrichtes gelehrt.

 

Jeden Dienstag um 19 Uhr laden Euch unser SiHing Jörg Roth, zusammen mit Ellen Bold, zur gemeinsamen Übung ein. Treffpunkt für alle Teilnehmer ist um 18.45 Uhr, am Eingang zu unseren Trainingsort in der Triftstrasse 94 / Kaiserslautern. Wir bitten alle Schüler um schriftliche Anmeldung über das Kontaktformular unserer Webseite.

 

Im heutigen Blogeintrag wird Jörg auf die dort stattfindenden Meditationsübungen eingehen.

 

Viel Freude beim Lesen.

 

Die Buddhahalle des Shui Yu Tempels in China.

Die Buddhahalle des Shui Yu Tempels in China.

 

Hallo,

Ich möchte euch zu einem Moment der Ruhe einladen. In dem von mir und Ellen Bold geleiteten Meditationskreis geht es natürlich nicht nur um Meditation, aber sie ist ein fester Bestandteil in jedem Treffen der Gruppe.

 

Alle Teilnehmer können im Untericht 4 Arten der Meditation kennen lernen.

 

– Sitzmeditation

– Standmeditation

– Gehmeditation

– Qi Gong

 

In diesem Text möchte ich auf die Sitzmeditation eingehen. Als erstes sollte mit Sagen und Mythen aufgeräumt werden. Meiner Meinung ist es unmöglich durch Meditation und QiGong den Zustand des Schwebens zu erlangen. Die weitverbreiteten Videos von Menschen die mit ihrem Qi Angreifer ohne körperlichen Kontakt abwehren oder Papier anzünden können, sind einfach nur lächerlich. Selbst die alten Meister in China, die ich kennenlernen durfte, lachen sich schief bei solchen Videos und erklären einem dann wie dieser Trick funktioniert.

 

Meist sind eine Art Hypnose oder chemische Reaktionen im Spiel. Leichtgläubige und Praxisferne können damit schnell beeindruckt und hinters Licht geführt werden. Solche Showeffekte wären in meinen Augen auch ein sehr fragwürdiges Ziel, Meditation zu üben.

 

Es sollte darum gehen, sich selbst und anderen Menschen zu helfen. Die Übungen sollen helfen, die eigene Kraft zu spüren, neue Energie zu gewinnen, sich und seinen Geist zu heilen oder einfach nur Ruhe zu finden. Mit Hilfe der Meditation kann man den Kreisverkehr der Gedanken verlassen und in unserer schnellen Welt das Bremspedal betätigen.

 

Wer regelmäßig meditiert erhält die Fähigkeit seinem Unterbewustsein zuzuhören. Es gibt viele weitere, bewiesene, Vorteile, die durch häufiges Meditieren erreicht werden können. Diese sollte jedoch jeder Übende selbst finden, da Meditation etwas sehr Individuelles ist.

 

Auch in unseren Wäldern kann man wundervolle Plätze zum meditieren finden

Auch in unseren Wäldern kann man wundervolle Plätze zum meditieren finden

 

Nun zum Sitzen

 

Was du benötigst: (Oder genauer gesagt, was es erleichtert, eigentlich braucht man gar nichts):

– einen störungsfreien Raum, in dem ihr euch wohlfühlen könnt.

– eine Decke oder ähnliches

– eine Art Sitzkissen ( Meditationskissen, eine gefaltete Decke, einige Badehandtücher, usw )

– Ruhe

 

Auf was du beim Sitzen achten solltest:

 

– Die Sitzunterlage sollte eher fest sein, damit du nicht einsinkst und eine feste Sitzposition aufrechterhalten kannst.

– Der Rücken sollte gerade sein.

 

Es geht nicht darum, wie du sitzt, sondern dass du sitzt.

Es ist besser, für den Anfang keine spezielle Sitzposition zu erzwingen. Was bringt es schon, wenn du ungeübt deine Beine in einen Lotussitz zwingst und dann vor lauter Schmerzen erst gar nicht dazu kommst, einen Meditationszustand zu erreichen. Ich selbst sitze meist in einem Schneidersitz oder in einem halben Lotussitz. Jeh nach Tagesform. Der Vorteil an einem halben Lotussitz oder dem Lotussitz selbst ist, dass die Knie auf der Erde ruhen, was dem Sitz eine sehr gute Festigkeit gibt.

 

Unser Trainer Jörg Roth wird unsere neuen Meditationskurse leiten

Unser Trainer Jörg Roth wird unsere neuen Meditationskurse leiten

 

Eine kleine Anleitung zur Meditation

 

In den folgenden Zeilen beschreibe ich den von mir meist genutzten Weg, um eine Meditation zu erreichen. Wie oben angedeutet, ist Meditation aber etwas sehr Individuelles. Es gibt keinen richtigen und keinen falschen Weg. Nur falsche Ziele.

 

– Smartphone und Computer ausschalten. Wenn du sich dadurch sicherer fühlst, häng ein “Bitte nicht stören” Schild an die Tür.

 

– Errichte deinen Dharmasitz ( Meditationskissen und Unterlage ), wenn du magst, kannst du Räucherwerk anzünden, oder duftende Blumen aufstellen.

 

– Verneige dich vor deinem Meditationsplatz bevor du dich setzt ( Mir selbst helfen kleine Ritualisierungen, um die Meditation schneller zu erreichen )

– Begebe dich in deine Meditationshaltung.

 

– Nun folgt das Ausrichten des Köpers. Darunter versteht man ca. eine Minute Zeit in der man seinem Körper die Möglichkeit gibt, die korrekte Meditationshaltung zu finden. Zu deutsch: Nimm dir Zeit, eine angenehme und entspannte Haltung zu finden. Überprüft, ob dein Rücken gerade ist, der Nacken aufrecht und entspannt ist. Lass deine Schultern locker hängen und versuche deine Beine so zu positionieren, dass du während des Sitzens Krämpfe vermeiden kannst. Entscheide, ob du mit offenen oder geschlossenen Augen sitzen möchtet.

 

– Das Ausrichten des Geistes: Hier gibt es die individuellsten Möglichkeiten. Meine ist das bewuste Wahrnehmen des Atems. Das Spüren des Weges den der Atem in den Körper nimmt und wie er wieder ausströmt. Manchmal konzentriere ich mich auch nur auf das Atemgefühl in meinen Nasenflügeln.

 

– Meditation. Das Ausrichten des Geistes ist schon ein Teil der eigentlichen Meditation. Nun gilt es diese Achtsamkeit auf den Atem beizubehalten und die Gedanken einfach fließen zu lassen.

 

– Das Beenden der Meditation: Nachdem man die Meditation beendet hat sollte man nicht direkt aufspringen. Bleibe noch eine Minute sitzen. Strecke die Beine aus, massiere die Gelenke ein wenig, oder klopfte wie nach einer Qi Gong Übung deinen Körper ab. Im Shaolintempel in China klopfen die Mönche, neun mal, mit geschlossenem Mund die Zähne aufeinander. Dann lassen sie die Zunge, neun mal in jede Richtung über die Zahnreihen kreisen. Als nächstes wird der Speichel im Mund gesammelt ( fühlt sich ein wenig an als würde man ein Bombon lutschen ) und hernach in 3 Teilen geschluckt. Beendet wird die Übung mit dem Abklopfen des Körpers.

 

Probleme bei der Meditation

 

– Das ständige Auftreten von sorgenvollen Gedanken oder geistigem Geschnatter:Dazu habe ich einmal einen schönen Satz gehört – Lass die Gedanken wie Wolken sein. Lass sie kommen und gehen. Erst wenn du dich ihrer annimmst, verwandeln sie sich zu Sorgen.

 

– Körperliche Schmerzen: Hier gibt es verschiedene Herangehensweisen. Ich bin immer dafür, Störungen zu beheben. Eine Meditation, bei der man darauf konzertriert ist die schmerzenden Beine oder die volle Blase zu ignorieren, ist nach meiner Meinung verschwendete Zeit. Vielen dieser Störungen geht man aber mit einem achtsamen Ausrichten des Körpers aus dem Weg. Falls es aber vorkommt rege ich dazu an, einfach kurz die Haltung zu korrigieren. Außerdem werden solche Störungen bei häufigerem Üben von alleine immer seltener. Übung macht auch hier den Meister.

 
 
Nun wünsche ich dir viel Freude beim Üben.

Alles Gute
Jörg Roth

 

 

Das war es mal wieder für heute. Solltest du Fragen zu unserem Qi Gongkurs oder der Meditationspraxis selbst haben, hinterlasse uns einfach einen Kommentar oder schreibe uns über das Kontaktformular dieser Seite. Natürlich interessieren uns wie immer auch deine Erfahrungen mit dem Thema.

 

Nun möchten wir uns für heute verabschieden und sagen Tschüss, bis zum nächsten Mal.

Dein Team der Tai Chi Akademie Kaiserslautern

QiGong Kurs

Hallo und Willkommen zu unserem neuen Blogeintrag,
 
seit Ende Februar bieten wir einen neuen, lange angekündigten Kurs, in der Tai Chi Akademie an. Qi Gong im Meditationskreis. Einer unserer Schüler, Maik Schneekönig, möchte heute seine Erfahrungen mit euch teilen. Viel Spaß beim Lesen.
 
Hallo, mein Name ist Maik Schneekönig und bin seid knapp einem halben Jahr Schüler an der Tai Chi Akademie Kaiserslautern. Ich trainiere Tai-Chi, Kung Fu und seit neustem auch QiGong.
Ich war begeistert, als Jörg Roth, vor zwei Monaten erwähnte, er wolle einen QiGong Kurs einführen. Ich wollte mich schon immer der Meditation widmen, konnte mich aber nie richtig dazu durchringen einfach selbst damit zu beginnen.
 
Ich finde, dass das Training in einer Gemeinschaft, unter der Leitung eines Trainers, ohnehin zielführender ist, als es beispielsweise mit Online-Kursen möglich ist. Das QiGong Training findet jeden Dienstag ab 19 Uhr unter der Leitung von Jörg Roth in einem von ihm speziell eingerichteten Raum statt. Der Unterricht besteht derzeit aus folgenden Elementen:
 

  • Ankommen und Einklangphase
  • Lesung einer Zen Geschichte
  • Standmeditation
  • die Übungen der 8 Brokaten (Baduan Jing)
  • Reflektion des Abends

Folgende Grundprizipien des Meditierens werden geübt:
 

  • Beruhigung des Geistes (Die Affen zum Schweigen bringen)
  • Der Umgang mit Ablenkungen (z.B.: Blick in die Ferne)
  • Körperhaltung
  • Körperliche und geistige Entspannung
  • Energieball-Übungen
  • Energiefluss-Übungen
  • Tiefe Ein-Ausatmung
  • Umgekehrte Bauchatmung
Wer regelmäßig Qi Gong übt, öffnet die Tore zu seinem inneren Tempel

Wer regelmäßig Qi Gong übt, öffnet die Tore zu seinem inneren Tempel

Die Standmeditation besteht aus 8 Handhaltungen, die einen in den Händen befindlichen, erdachten, Enenergieball zwischen oberen und unteren Körperregionen (Dantien) bewegen. Es handelt sich hier um eine Energiearbeit, die erst dann 100% wahrgenommen und kontrollierbar wird, wenn man nicht mehr über die Bewegungen nachdenken muss. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten einen ruhigeren Geist zu erreichen und konzentrierte mich zu sehr auf den Energieball. Unbewusst verkrampfte sich hierdurch der ganze Körper darauf, diesen Energiefluss wahrzunehmen.
 
Erst als wir die ersten Übungen der 8 Brokaten erlernten wurde mir bewusst, dass eine ruhige und tiefe Atmung den Energiefluss ganz automatisch anregt. Und zwar so stark, wie ich es mir in meinen tiefsten Träumen nicht vorzustellen vermochte. Viel stärker, als ich es mir hätte träumen lassen. Schon nachdem wir die ersten 3 Übungen der 8 Brokaten erschlossen hatten, führten mich diese Übungen zu einem unglaublich befreienden Gefühl. Nach einigen Wochen haben wir nun alle Übungen erlernt und ich bin begeistert von ihrer Wirkung.
 
Die Übungen „Den Bogen spannen und auf den Adler schießen” und „Die Hände einzeln heben, um die Milz und den Magen zu regulieren” wirkten bei mir besonders intensiv. (Anmerkung der Redaktion: Eine genauere Erklärung der Übungen findest du hier: https://www.tai-chi-akademie.de/die-8-brokate)
 
Die Konzentration auf eine tiefe und entspannte Atmung führten mich zu dem, was ich unter einem leeren Geist verstehe. Bei jedem Ausatmungsprozess wurde mein Kopf etwas ruhiger und die Gedanken verlangsamten sich. Dieser Zustand verhalf mir zu einer entspannten Körperhaltung. Mein Gefühl dazu ist folgendes: Ist der Geist leer, entspannt sich die Muskulatur. Darauf geschieht der Energiefluss einfach, gänzlich ohne etwas forcieren zu müssen. Er fließt mit der Atmung. Es ist ein wundervolles Gefühl. Erst jetzt beginnt der Spruch auf der QiGong Startseite, unserer Webseite, für mich einen Sinn zu ergeben:

Qi ist das chinesische Wort für “Lebensenergie”. Gong bedeutet “Arbeit”. Qi Gong ist folglich die Arbeit mit der/für die Lebensenergie. Es wird zur Stärkung des Geistes, des Körpers und deren Gesundheit eingesetzt.
 

Eine klassische Darstellung der 8 Brokaten Übung, aus dem 12 Jahrhundert

Eine klassische Darstellung der 8 Brokaten Übung, aus dem 12 Jahrhundert

Aber soweit sind die meisten von uns noch lange nicht. Es liegt noch ein langer Weg vor uns, doch es erfüllt mich mit Freude, daran teilhaben zu dürfen. Die hier geschriebenen Worte beschreiben lediglich Gefühle und Erfahrungen meinerseits. Jeder in der Gruppe wird seine eigenen Erfahrungen haben und entsprechende Übungsregeln für sich aufstellen.
 
Ich kann QiGong von Herzen allen weiterempfehlen, die über sich hinauswachsen möchten und offen für neue Wege sind. Mir hilft es, gelassen in den Morgen zu starten oder einen anstrengenden Tag in Tiefenentspannung ausklingen zu lassen. Es hilft mir auch die Übungen aus dem Tai Chi Chuan und Kung Fu gewissenhafter, lockerer, konzentrierter und vor allem frei von alltäglichen Blockaden zu trainieren.
 
Ich freue mich auf den nächsten Dienstag Abend.
 
Alles Gute
 
Maik Schneekönig
 
So, damit sind wir wieder am Ende unseres Beitrages. Vielen Dank an Maik für die Schilderung seiner Erfahrungen in unserem Qi Gong Training. Wir möchten darauf hinweisen, dass es auch möglich ist, Privatunterricht bei Jörg Roth in Qi Gong und Kung Fu zu buchen. Wenn du Fragen zu Qi Gong, Energiearbeit, dem neuen Qi Gong Kurs oder den Privatstunden hast, hinterlasse uns einen Kommentar oder schicke eine E-Mail.
 
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
 
Alles Gute und bis zum nächsten Mal,
 
Dein Team vom

Tai Chi Akademie Kaiserslautern e.V.

Die 8 Brokate

 

Hallo lieber Leser,

 

in unserem dieswöchigen Blog geht es um Qi Gong. Genauer gesagt um die Übungen der 8 Brokate. Unser Mitglied Christine hat dir eine kleine Einführung in diese alte Gesundheitsübung zusammengestellt. Die 8 Brokatenübung variiert von Meister zu Meister ein wenig in den Handhaltungen und Details der Bewegungen. Dies entwickelte sich durch die Erfahrungen der weitergebenden Meister. Es gibt hier wohl kaum ein Richtig oder Falsch. Eher nur eine andere Seite des Weges in der Energiearbeit.

 

Wir möchten uns für die Mühe bei Christine bedanken und lassen sie nun selbst zu Wort kommen.

 

 

Hallo zu meinem ersten Blogeintrag bei der Tai Chi Akademie Kaiserslautern.

 

Heute möchte ich Dir von einer Qi Gong Bewegungsreihe erzählen, die in China in den Krankenhäusern noch immer empfohlen wird und als sehr wirkungsvoll gilt. Aber wie alles im Leben, was gut ist, man muss sie üben, damit die volle Wirkung eintreten kann.

 

In diesem Text werde ich auf die Wirkung der Übungen eingehen. Eine Abfolge der Übungen werden wir in den nächsten Wochen nachreichen, da hier jede Bewegung einen Blogeintrag beanspruchen wird.

 

Die Acht Brokate

 

Die Acht Edlen Übungen sind eine Abfolge von den klassischen daoistischen Übungssequenzen die in China seit Jahrhunderten sehr beliebt sind. Es gibt viele Bezeichnungen für die Acht Brokate. Neben den in Deutschland üblichen Bezeichnungen die “Acht Edlen Übungen”, die acht Brokatübungen, kurz  Brokate, sind in Asien, Amerika und Australien die Begriffe Baduanjin, Ba Duan Jin, Pa Tuan Chin, Pa Tuan Shin und 8 Pieces of Brocade gebräuchlich. BA DUAN  bedeutet ACHT ÜBUNGEN, JIN heißt wertvolles Gewebe, was auf den subtilen Charakter der Übungen hindeutet. Sie dienen nicht nur der körperlichen, sondern auch der seelischen und geistigen Gesundheit.

 

Durch die Jahrhunderte bis auf den heutigen Tag werden die Brokatübungen als so wertvoll und kostbar angesehen, wie das seidene Gewand des Kaisers. In vielen Teilen der Welt wird der Übungszyklus unabhängig von Alter, Herkunft und von weltanschaulichen oder religiösen Hintergrund in unterschiedlichen Varianten praktiziert. Sie gehören zu den Qi Gong Formen, die zuerst in Europa unterrichtet wurden. Sie bieten einen idealen Einstieg in die Bereiche Tai Chi Chuan und Qi Gong. Natürlich beruhigt Qi Gong den Geist und fördert die Konzentration, zumal Qi  Gong in der Übersetzung Arbeit mit der inneren  Kraft bedeutet. Qi Gong ist die älteste Methode der Führung unserer Lebenskraft Qi, die im indischen auch Prana und im Japanischen Ki genannt wird. Das Qi folgt dem Ji besagt, dass durch Konzentration auf bestimmte Körperregionen die Lebenskraft ( Qi, Ki, Prana ) in eben diese gelenkt werden kann, obwohl die äußere körperliche Übung im Vordergrunde steht.

 

Die Acht Brokate sind geeignet für Menschen, denen sanfte Bewegung hilft, sich in einen inneren Ruhezustand zu versetzen. Sie sind wirksam bei Bluthochdruck, Magengeschwüren , Herzleiden und nervösen Störungen. Es kann von jedem erlernt werden, unabhängig von Beruf, Alter, Wissen und Herkunft und sie dienen in vielen Tai Chi  Schulen als Vorbereitung aufs Tai-Chi-Chuan.

 

Qi  – Energie oder Lebenskraft

Gong – Arbeit oder Ausdauer

 

Der berühmte Taoist Zhuangzi schrieb um 350 v.Chr.:
“Das Leben des Menschen
ist eine Ansammlung von Qi:
Wenn es sich sammelt, bedeutet es Leben,
wenn es sich zerstreut, bedeutet es Tod.”

 

Nach der TCM ist der Mensch gesund, wenn die polaren Kräfte von Yin und Yan im Einklang sind und das Qi, die Lebenskraft, ungehindert fließen kann.

 

 

Yin und Yang


Die Welt, in der wir leben ist dualistischer Natur: Tag und Nacht, Sonne und Regen, Phasen, in welchen wir uns wohlfühlen und solche, während derer es uns nicht so gut geht, wechseln sich ständig ab. Die schönen Momente in unserem Leben lernen wir besonders dann zu schätzen, wenn wir zuvor tiefes Leid erfahren haben.

 

Yin und Yang sind die traditionellen Ordnungsprinzipien der chinesischen Weltsicht, wie wir sie bereits in dem über 2500 Jahre alten Buch der Wandlungen (I Ging beziehungsweise Yijing) finden. Es sind Polaritäten, die sich wechselseitig hervorbringen und gegenseitig bedingen. Das eine Prinzip kann ohne das andere nicht existieren – ohne Licht kann es bekanntlich keinen Schatten geben.

 

 

Yin – oder die weibliche Seite

Yin ist seiner Natur nach passiv oder empfangend. Es kühlt, seine Bewegungsrichtung ist absteigend oder nach unten treibend. Es wird mit dem Mond und der Dunkelheit assoziiert.

 

Yang – oder die männliche Seite

Yang ist aktiv und wärmend. Es steigt hoch, baut auf, treibt an. Es wird mit der Sonne und Helligkeit in Verbindung gebracht.

In der chinesischen Medizin werden auch die Organe des menschlichen Körpers nach Yin (Nährstoffe oder Energie speichernde Organe wie z.B. die Milz) und Yang (Hohlorgane, die eine Verbindung nach außen herstellen können wie z.B. der Magen), eingeteilt. Auch hier arbeiten Yin und Yang eng zusammen: jedes Yin-Organ hat einen Yang-Partner. Zu viel oder zu wenig Aktivität des einen Organs wirken sich entsprechend auf die Funktionen des Partners aus.

 

Wichtig zu wissen ist: 

Es gibt zwei Arten von Qi das angeborene und das erworbene. Das erstere haben wir von unseren Eltern geerbt. Das erworbene Qi nehmen wir durch Nahrung und Atmung auf. Also spielt die Lebensführung und die körperlichen und psychischem Belastungen eine große Rolle.

 

Energetische und Mentale Wirkung

:

  • Dehnung und Aktivierung der Meridiane.
  • Die inneren Organe werden gestärkt.
  • Körper und Geist werden ausgeglichen.
  • Durch das Erfahren von mehr Entspannung und Ausgeglichenheit kann Stress besser verarbeitet werden.

 

Körperliche Wirkung:
  • Stärkung des gesamten Körpers, Aufbau der wichtigen Stütz- und Haltemuskulatur
  • Stärkung von Knochenstruktur, Knochendichte und der Gelenke
  • Sehnen und Bänder werden beweglicher und geschmeidiger
  • Physiologisch wird eine sinnvolle Körperstruktur (z.B. bessere Haltung, mehr Kraft im Rücken) aufgebaut
  • Verbesserte und tiefere Atmung und Atemhilfsmuskulatur
  • Anregung der Durchblutung von Organen und der Gliedmaßen
  • Die Abwehrkraft des Immunsystems wird angeregt und gefördert

 

Die Übungen:

1

Qi-Gong-Kaiserslautern-1
Den Himmel mit beiden Händen stützen und den Dreifachen Erwärmer regulieren.
(Shuang Shou Tuo Tian Li San Jiao)

 

Wirkung: Diese Übung hilft, die Lungenkapazität zu erweitern und allgemeine Müdigkeit zu vertreiben.

Sie stärkt die Rückenmuskulatur und gleicht den Rundrücken aus.

Verspannt Schultern werden gelockert, der Magen und weitere innere Organe werden durch die mit dem Atem verbundenen Dehnungs- und Streckübungen stimuliert, so dass die Verdauung angeregt und verbessert wird.

 


 

2

Qi-Gong-Kaiserslautern-2
Den Bogen spannen und auf den Adler schießen
(Zudo You Kai Gong Si She Diao)

 

Wirkung: Diese Übung verbessert die Atemarbeit und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Sie kräftigt die

Muskulatur der Arme, der Brust und der Schultern. Des weiteren steigert die 2. Brokate die

Konzentrationsfähigkeit und hilft gegen Schlaflosigkeit

 


 

3

Qi-Gong-Kaiserslautern-3
Die Hände einzeln heben, um die Milz und den Magen zu regulieren
(Tiao Li Pi Wie Pi Dan Ju)

 

Wirkung: Dehnt die Rückenmuskulatur. Sie wirkt massierend auf den Verdauungstrakt und stärkt diese
Funktion. Die Übung reguliert die Energie des Magens, der Milz und der Leber.

 


 

4

Qi-Gong-Kaiserslautern-4
Hinter sich schauen, um die 5 Leiden und 7 Kümmernisse zu lindern.
(Wu Lao Qi Shang Xiang Hou Qiao)

 

Wirkung: Stärkt die Augen und die Nackenmuskulatur, des weiteren verbessert sie die Durchblutung
des Gehirns. Vegetative Überspannung wird abgebaut. Diese Übung schützt vor den sieben
Verwundungen (Emotionen: Freude, Wut, Schwermut, Trauer, Kummer, Angst und Furcht)

 


 

5

Qi-Gong-Kaiserslautern-5
Den Kopf kreisen, das Gesäß schwenken und das Herzfeuer
beseitigen. (Mit dem Kopf nicken und dem Schwanz wackeln)

(Yao Tou Bai Tun Qu Xin Hut)

 

Wirkung: Bearbeitet insbesondere den Beckenbereich. Richtig durchgeführt ist sie geeignet,
Verspannungen im unteren Körperbereich zu lösen und hier für Geschmeidigkeit zu sorgen.
Das Feuer aus dem Herzen vertreiben heißt nicht, dass nun die Liebe aus dem Herzen
verschwindet, sondern meint in der Symbolsprache der Chinesen, dass die Übung so
entspannend wirken kann, dass sich der im Herzen aufgestaute Ärger mindern oder sogar
ganz auflösen kann.

 


 

6

Qi-Gong-Kaiserslautern-6
Die Fäuste ballen und mit den Augen funkeln, um die Kräfte des Lebens zu mehren.
(Cuan Quan Nu Mu Zeng Qi Li)

 

Wirkung: Die Übung bewirkt eine Senkung zu hohen Blutdruckes und verbessert die Blutzirkulation.
Sie trainiert die Nacken- und Rückenmuskulatur auf eine sanfte Art und Weise.
Des weiteren befreit sie den oberen Atemraum von der ihn einschränkenden Muskulatur,
indem in der Ausgangsstellung durch die Rücknahme der Schultern und der Ellenbogen die
Brustmuskulatur gedehnt wird. Die Übung stärkt das Selbstbewusstsein.

 


 

7

Qi-Gong-Kaiserslautern-7
Mit beiden Händen die Füße greifen, die Nieren und die Wirbelsäule stabilisieren.
(Liang Shou Pan Zu Gu Shen Yao)

 

Wirkung: Die Übung ist zur Regulation eines zu niedrigen Blutdruckes geeignet. Durch die regelmäßige
Beugungen und Streckungen wird die Tätigkeit des Zwerchfells beim Atmen unterstützt.
Außerdem hat die Übung aufgrund ihrer Anforderung an das Dehnungsvermögen des
ganzen Körpers einen gymnastischen Wert. Vorder- und Hinterseite des Körpers werden gedehnt. Die Nieren- und Nebennierenfunktionen werden verbessert.

 


 

8

Qi-Gong-Kaiserslautern-8
Den Rücken siebenmal ziehen und rütteln, alle Beschwerden verschwinden.
(Bei Hou Qi Dian Zhu Bing Xiao)

 

Wirkung: Die letzte Brokate arbeitet zum Schluß den gesamten Körper noch einmal streckend und

dehnend durch. Hierdurch werden Versteifungen und Verspannungen gelöst und die
Blutzirkulation wird angeregt. Die Muskulatur, die noch nicht angesprochen wurde, wird zum
Abschluss noch einmal in das Übungssystem einbezogen. Die Energie wird im ganzen Körper
über die großen Leitbahnen verteilt. Abschluss und Harmonisierung.

 

 

Eine Menge Text und ich hoffe, für Dich auch informativ, ich selbst praktiziere sie schon seit 6 Jahren und mir tun die 8 Brokate immer sehr gut. Natürlich spielt auch hier die Tiefe der Atmung eine große Rolle, die man aber am besten mit einem Lehrer erlernt.

 

In diesem Sinne viel alles Gute und bis zum nächsten mal.

Christine

 

 

So, dies war unser erster Text zu den 8 Brokate Übungen. Weitere werden folgen in denen wir auf die genauen Abläufe der Übungen eingehen möchten. Wir hoffen wir konnten dein Interesse an diesen alten Übungen wecken.

 

Alles Gute und bis bald auf unserer Webseite,

dein Team der Tai Chi Akademie e.V. Kaiserslautern

Qi Gong

Die innere Kampfkunst und die Lehre von übermenschlichen Fähigkeiten.

Qi Gong ist angewante traditionelle chinesische Medizin

Im 3. vorchristlichen Jahrhundert beschrieb Huang Ti Nei King (der gelbe Kaiser) das Qi.

Sein Buch „Die innere Medizin des Huang Ti Nei King“ gilt  bis heute als die Bibel der chinesischen Medizin.

Er entdeckte, daß durch das polare Spannungsfeld zwischen den komplementären Kräften Yin und Yang die Lebensenergie entsteht. Das Qi.

Qi ist das chinesische Wort für “Lebensenergie”. Gong bedeutet “Arbeit”. Qi Gong ist folglich die Arbeit mit der/für die Lebensenergie. Es wird zur Stärkung des Geistes, des Körpers und deren Gesundheit eingesetzt.

In Qi Gong vereinen sich die taoistische Yin-Yang-Lehre, die buddhistische Meditationslehre und die konfuzianische Philosophie.

Von den frühesten Anfängen ausgehend entwickelte sich in China eine Vielzahl von Stilarten des Qi Gong. Manche dienen als Basis für Kampfkünste, andere der Bewahrung der Gesundheit, alle erstreben das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang.

Nur wer regelmäßig Qi Gong praktiziert wird Tai Chi Chuan und Kung Fu erfahren.

Die 3 Säulen des Qi Gong:

  • Atemtechnik
  • Bewegungsübungen
  • Meditation

Qi Gong Techniken:

  •  Dynamisches, aktives äußeres Qi Gong (Dong Gong):

Beim dynamischen Qi Gong bewegt sich der Körper von einer Position zur nächsten kombiniert mit der entsprechenden Atemtechnik. Dong Gong ist das wohl bekannteste und populärste Qi Gong in China und in den westlichen Ländern. Hier gibt es sogar Kampfformen, die dem Kung Fu in ihrer Komplexität in Nichts nachstehen.

  • Passives, inneres Qi Gong (Jing Gong):

Beim passiven Qi Gong verbleibt der Körper in einer Ruheposition. Die Lebensenergie wird alleine durch geistige Kraft – Konzentration – kontrolliert. Man erreicht dies durch Visualisierung und präzise Atemtechniken. Jing Gong ist äußerlich passiv, aber innerlich aktiv.

Dong Gong und Jing Dong ergänzen sich gleichzeitig gegenseitig.