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Kung Fu beim Cosplaytag 2018

Herzlich Willkommen zu unserem neuen Blogeintrag, 
heute möchte euch Lena ein bisschen an den Geschehnissen des 23.06.2018 teilhaben lassen. An diesem Tag gastierte unser Showteam beim Cosplaytag im japanischen Garten und konnte nicht nur mit unseren Kampfkünsten begeistern. 
Lest selbst… 
 
 

Unser Cosplayteam (mit Lena als Junkrat, aus Overwatch)

 
Hallo mein Name ist Lena und ich bin seit einem Jahr in der Tai Chi Akademie aktiv. 
 
Der diesjährige Cosplay-Tag im japanischen Garten Kaiserslautern fand am 23.06.2018 statt. Unser Showteam war mit zwei Vorführungen teil des Programms. Hier konnten wir unser Können zeigen und entführten das Publikum in unsere Welt der Kampfküste.
 
Jedoch bestand der Cosplay-Tag für uns nicht nur aus den Auftritten. Einige von uns sind selbst Cosplayer und so trafen wir uns schon gegen Mittag in unseren Kostümen, um ein bisschen Spaß zu haben. Wir mischten uns unter die Leute und nahmen mit 3 Personen sogar erfolgreich am Cosplay-Wettbewerb teil.
 
Kurz darauf mussten wir uns auch schon für die Show vorbereiten. Die Vorbereitung bestand aus einem gemeinsamen Aufwärmen auf dem Rondelle, wobei wir den anwesenden Gästen einen Einblick in unseren Trainingsablauf gewährten. So liefen wir gemeinsam eine Runde durch den japanischen Garten, führten synchron unsere Stretchkicks aus und zeigten leichte Dehnübungen,  die wichtig sind um Verletzungen zu vermeiden. 
 

Unsere klassische Aufstellung zu den dynamischen Dehnübungen.

 
Im Anschluss daran begann auch schon die erste Show.
Um uns an die Thematik der Animewelt anzupassen bestand unsere Begleitmusik aus bekannten Melodien wie z.B. dem Titelsong von Prinzessin Mononoke, einem Stück aus Naruto oder dem Soundtrack von Kung Fu Panda. 
Eingeleitet wurde die Show mit einer Fächerform aus dem Tai Chi, gezeigt von unserer Ellen.
 

Ellen bei Ihrer Fächerform als Prinzessin Mononoke

 
Gefolgt von einer Gruppe, bei der auch ich ein Teil war, welche die erste und zweite Kung Fu Form präsentierte.
Nach der Gruppe war es an Jörg welcher die Yin Shou Gun, eine Stockform, zeigte. Die Form endete mit einer kurzen gemeinsame Überleitung mit Ragib, der mit einer Großhellebarde, der Guan Dao des General Guan Yu, begeistern konnte.
 

Ragib und seine Hellebarde

 
Die Waffenkämpfer ablösend kam es jetzt zu einem inszenierten Faustkampf. Hierbei musste sich Ellen gegen 4 Angreifer verteidigen. Als sie die Gegner mit Leichtigkeit abwehren konnte, betrat Joshua die Fläche und es kam zu einer Art von “Bosskampf “. Der anmutend in Slow Motion ausgeführt wurde. Auch hier konnte sich Ellen wieder beweisen und obsiegte.
 
Zum Schluss erstürmte Jörg nochmal mit einer akrobatischen Tigerform, der Hu Quan, den Kampfplatz. 
Dann betrat noch einmal die ganze Gruppe den Rasen, um den begeisterten Applaus des Publikums entgegen zu nehmen.
 

Unser Showteam im Finale der Show

 
Als die Begeisterung nicht abebben wollte, hatte Jörg noch eine kleine Zugabe im Gepäck. Bewaffnet mit seinem Lichtschwertreplik, zeigte er eine Shaolin-Säbelform und verdeutlichte damit die enge Verbindung der chinesischen Kampfkünste und der Filmidee von George Lucas. 
 

Star Wars meets Shaolin Kung Fu …

 
Zwei Stunden später präsentierten wir unsere Show noch einmal. Jedoch hatten wir uns in der Zwischenzeit etwas einfallen lassen, um nicht eintönig zu werden. So betraten nun die Meisten von uns in Cosplay oder mit geschminkten Masken aus Animefilmen das Rondelle.  Damit konnten wir die Begeisterung der Zuschauer noch einmal steigern. Nun bin ich aber auch schon am Ende meines Berichtes und hoffe dem Einen oder Anderen hat er gefallen.
 
Alles Gute,
Lena
 
 
Hiermit bedanken wir uns bei Lena für den Bericht und ganz herzlich bei unserem Showteam. Mit Ihrem Einsatz haben sie eine ganz besondere Show und einen der Höhepunkte des Cosplaytags im japanischen Garten erschaffen. 
Nun fragen wir euch. Habt Ihr Vorschläge für unsere nächste Cosplayshow? Oder gibt es eine Kung Fu Form, die Ihr gern mal sehen möchtet? 
 
Des weiteren möchten wir darauf hinweisen, dass unser Showteam natürlich für Feste oder Schulveranstaltungen gebucht werden kann. Ob in Cosplaykostümen oder in den klassischen Kung Fu-Anzügen, das bleibt euch überlassen. Gerne bereiten wir auch passende Vorführungen zu eurem speziellen Event vor. 
 
Nun sagen wir bis zum nächsten Mal!
 
Alles Gute,
euer Team der Tai Chi Akademie Kaiserslautern 

Shaolin Training wie im Film …

 

Hallo, schön, dass du wieder bei uns reinschaust.

 

Nun, da die Tage kürzer werden, möchten wir ein bisschen in Erinnerungen schwelgen und dich noch einmal mit auf die Chinareise unserer beiden Mitglieder Jaap Sanders und Jörg Roth nehmen. Am dritten Tag ihrer Reise wurden sie mit einem wirklich harten Training verwöhnt. Geschwollene, blaue Hände gab es gratis dazu…

Viel Spaß beim Lesen.

 

 

Hier ist mal wieder Jörg Roth,

 

ich möchte euch vom dritten Tag der Chinareise erzählen, an dem unser erstes richtiges Training stattfand. Nach einem reichhaltigen Frühstück (mit Kaffee!) nahmen wir unsere Waffen und machten uns um 8.15 Uhr auf den Weg zum Tempel.

 

Ein seltener Anblick! Das Tor des Shaolintempels ohne Touristen.

Ein seltener Anblick! Das Tor des Shaolintempels ohne Touristen.

 

Nachdem ich am Shakyamuni Schrein meine Niederwerfungen gemacht hatte, begannen wir selbstständig mit Aufwärmen und dem Stretching. Unser Shifu hatte uns erlaubt, dies alleine zu machen, um dann um 9 Uhr unter seiner Leitung direkt mit den Basics anzufangen. Somit gewannen wir Trainingszeit für unsere Formen. Nach den genannten Basisübungen (Stände, Schrittfolgen, usw.) folgten wir unserem Meister nach draußen. In einer der Unterkünfte der Kampfmönche wurden wir mit Trainingsmaterialien ausgestattet. Sie bestanden aus einer Art Betoncattlebell, 3 Säckchen mit Sand und einem Säckchen mit Kugellagerkugeln. Damit ging es nach draußen zu einem kleinen Schrein mit kleinen Treppen und Mauern.

 

Diese Pagode steht im Seitenflügel des Tempels, zu dem die Touristenströme keinen Zutritt haben.

Diese Pagode steht im Seitenflügel des Tempels, zu dem die Touristenströme keinen Zutritt haben.

 

Langsam wurde mir klar was auf uns zukam. Abhärtung und Krafttraining. Ich bekam zum Hand-Abhärten gleich mal das böse Säckchen mit den Metallkugeln. Es folgten 200 Handkantenschläge im Pferdestand (Ma Bu) auf das auf einer Mauer liegende Säckchen. Dann kamen zweihundert Schläge mit der Handfläche und dann waren die Handrücken dran. Bei jedem Schlag sollte die Hand über den eigenen Kopf angehoben werden und dann mit Energie auf das Ziel treffen. Schon nach der ersten Runde war mein linker Handrücken leicht blutunterlaufen.

 

Dieses Training ist effektiv aber schmerzhaft. Das verrückte ist, es macht auch noch Spaß.

Dieses Training ist effektiv aber schmerzhaft. Das verrückte ist, es macht auch noch Spaß.

 

Es ging weiter mit Krafttraining. Im Pferdestand führten wir einige Cattlebellübungen aus. 20 mal vom Boden anheben und über den Kopf Strecken, dann 20 mal um die Beine kreisen, dann mit Schwung und gestrecktem Arm das Gewicht von zwischen den Beinen aus pendelnd nach vorn Schleudern und es dann leicht nach oben werfen, um es mit der anderen Hand auf Kopfhöhe zu fangen. Hiernach mussten wir das Gewicht von den leicht gekrümmten Fingerspitzen mit der Kraft der Finger und des Unterarms in die geschlossene Hand ziehen. Das war nach dem Abhärtungstraining echt garstig aber machbar. Dann kam das Schlimmste. Auf einem Bein stehend, den Fuß des anderen Beins durch den Griff des Cattlebells gesteckt, mussten wir das Bein 15 mal hochheben. Hier ist zu beachten, dass wir bereits die ganze Zeit im MaBu gestanden hatten. Naja, danach wurde uns eine 5 minütige Pause gegönnt.

 

Krafttraining made in China ...

Krafttraining made in China …

 

Neben uns trainierten die Jungs des Showteams. Einige davon waren bei meinem letzten Aufenthalt in Shaolin meine Meister gewesen. Da wir ja gerade eine Pause machten, wollten sie sehen, ob ich die damals gelernte GuanDao Form (Große Hellebarde) noch beherrsche. Ich ließ mich nicht zweimal bitten und zeigte ihnen meine Fortschritte. Nach dem absolvierten Training kam es mir vor, als ob die Waffe 20 Kilo schwer sei. Aber alles lief gut und die Jungs sowie mein neuer Shifu klatschten. Ich war sehr froh, dass das viele Üben sich bewährt hatte und ich die Form kraftvoll sowie auch fehlerfrei zeigen konnte.

 

Einige Jungs von der "Pausenaufsicht", genauer gesagt Freunde aus dem Showteam von Shaolin.

Einige Jungs von der “Pausenaufsicht”, genauer gesagt Freunde aus dem Showteam von Shaolin.

 

Schon war die Pause vorüber und Jaap und ich schnappten uns unsere neuen Waffen. Wir glaubten, das Aufwärmtraining sei vorbei. Leider mussten wir sie aber gleich wieder hinlegen. Uns erwartete noch eine Runde der beschriebenen Abhärtungs- und Kraftübungen. Total erschöpft und mit schmerzenden Händen begannen wir dann die ersten Schritte mit unseren neuen Waffen. Das ließ die müden Knochen schnell wieder munter werden und wir trainierten eisern bis 11 Uhr weiter.

 

Als wir entlassen wurden, zeigte ich Jaap die Medizinische Abteilung des Tempels. Dort versorgten wir uns mit einigen Wundermitteln aus der chinesischen Medizin. Endlich Mittagessen und ein bisschen Entspannen. Ich nutze die Zeit, um meine dick geschwollenen Hände zu kühlen. Seit der zweiten Runde Abhärtungstraining erinnerten meine Hände leicht an blaue Ballons. Naja, ich hoffte dennoch, wir würden das öfter machen. Wir hatten nicht viel Zeit zum Ausruhen, da es um 14 Uhr mit dem Training weiter gehen sollte. Die Zeit verging viel zu schnell und so joggten wir um 13.20 Uhr zum Tempel. Dort angekommen hieß es wieder, in Eigenregie, 5 mal den Hügel rauf und runter rennen usw. Danach dehnten wir uns ausgiebig.

 

Ab dem 3. Trainingstag scheint dieser Weg, beim auf- und abrennen, immer steiler zu werden.

Ab dem 3. Trainingstag scheint dieser Weg, beim auf- und abrennen, immer steiler zu werden.

 

Irgendwann gegen 14.10 Uhr begannen wir uns zu fragen, wo denn der Rest der Gruppe blieb. Ich rannte zu Mr. Wangs Büro, wo ich seinen Assistenten traf. Nach einem kurzen Gespräch war mir klar warum die anderen nicht gekommen waren. Das Nachmittagstraining beginnt in Shaolin um 15 Uhr. Mittlerweile war es 14.30 Uhr. Um warm zu bleiben, übten wir die am Morgen gelernten Schritte, bis schließlich die Gruppe eintraf. Erneut hieß es: Laufen und Dehnen. Als die Meister eintrafen, ging es weiter mit extremem Dehnen. Ab in den Männerspagat. Einer der Meister zog am vorderen Bein, während der andere die Hüfte nach unten drückte. Was für ein Spaß. Jeder wurde durch die verschiedenen von den Meistern forcierten Dehnungen gequält. Danach nochmal eine Runde den Berg runter und rauf, um den Beinen wieder klar zu machen, wo oben und unten ist. An diesem Tag war es übrigens unfassbar schwül. Beim Dehnen liefen mir Sturzbäche aus Schweiß vom Körper.

 

Als diese Marter durchgestanden war, ging es bis 17 Uhr mit Formtraining weiter. Was für ein Hammertrainingstag. Wir waren total fertig und ließen den Abend im Kiosk an der Ecke mit einem freundlichen Engländer und einem trinkfesten Schweden bei einem wohlverdienten, kühlen Lightbier ausklingen. Um 22:40 Uhr habe ich dann diesen Text geschrieben und wollte nur noch schlafen. Mir war vollkommen egal, wie hart die Matratze war. Ich schlief wie ein Stein.

 

Jedoch wird man für alle Strapazen mit freundlichen Menschen und Bildern wie diesen belohnt.

Jedoch wird man für alle Strapazen mit freundlichen Menschen und Bildern wie diesen belohnt.

 

So, das wars auch schon für heute. Wenn dir der Text gefallen hat, teile ihn auf deiner Facebookseite, gib uns ein GEFÄLLT MIR und hinterlasse uns einen Kommentar. Wenn du Fragen zum Training oder dem Tagesablauf im Shaolin Tempel in China hast, schreib uns auf unserer Facebookseite oder hier in einem Kommentar!

 

Bis zum nächsten mal,
Dein Team der Tai Chi Akademie Kaiserslautern.

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Tagebuch vom Samstag den 29.03.2014, von Kay Wicke

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06.01.2014 – Berlin / Shaolin Tempel Deutschland

Es ist Montag Morgen im Metropolitan Hotel in Berlin.
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